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3,5 Millionen Wiesn-Gäste in erster Woche

3,5 Millionen Besucher, weniger Gewaltdelikte und Verletzte, volle Maßkrüge: Einsatzkräfte und Veranstalter ziehen eine positive Halbzeitbilanz.

Zwei Trachtler stehen am 28. September auf dem Oktoberfest in München vor dem Riesenrad. Das größte Volksfest der Welt geht vom 21. September bis zum 6. Oktober. Foto: Felix Hörhager/dpa

München. 3,5 Millionen Gäste haben das 180. Oktoberfest in der ersten Woche auf der Münchner Theresienwiese besucht, genauso viele wie vor zwei Jahren. Nach Schätzung der Festleitung waren davon rund 260 000 Besucher auf dem historischen Teil der „Oiden Wiesn“, hieß es bei der Vorstellung der Halbzeitbilanz am Sonntag. 3,5 Millionen Maß Bier seien bislang getrunken worden, sagte Wiesnchef Dieter Reiter. Und: 60 Ochsen seien verspeist worden, zwei mehr als 2011. Beliebt seien außerdem Hendl und Brezn. Da die historische Wiesn im vergangenen Jahr wegen einer Agrarschau nicht stattfand, vergleichen die Veranstalter die Zahlen mit dem Jahr 2011.

Wiesnchef vollauf zufrieden

Reiter war vollauf zufrieden und sprach von einer „absolut entspannten und gemütlichen Wiesn“. Die Bierzelte mussten sogar abends häufig nicht wegen Überfüllung geschlossen werden. Das und auch das ruhige Herbstwetter sorgten für stressfreie Atmosphäre. „Interessant wird das Wiesn-Finale werden“, sagte Reiter. Mit Blick auf den bundesweiten Feiertag am Donnerstag rechnen die Veranstalter mit einem weiteren Besucheransturm.

Die Polizei verzeichnete mit bislang 1038 Einsätzen zwar etwas weniger als im vergangen Jahr (1059). „Sie bewegen sich jedoch nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau“, hieß es. Die Polizei spricht dennoch von einer „entspannten Wiesn“.

Glasflaschenverbot zeigt Erfolge

Auch das Dauerärgernis der unzureichend eingeschenkten Bierkrüge soll heuer nicht so groß sein. Der Chef des Kreisverwaltungsreferats, Wilfried Blume-Beyerle, berichtete von den Kontrollen: Bis zu 15 Millimeter unter dem Eichstrich tolerierten die Prüfer, aber acht Prozent der Krüge lagen noch darunter. Damit halbierte sich die Zahl der beanstandeten Krüge. Ganz voll war dagegen jeder dritte kontrollierte Krug, im vergangen Jahr war es nur jeder fünfte. Blume-Beyerle sagte in Richtung der Wirte: „Es geht doch“, aber: „A bisserl was geht schon noch!“, mahnte er für die zweite Woche an.

Die Sanitäter und Ärzte mussten 3836 Wiesn-Patienten behandeln, weniger als im Vergleichsjahr 2011 (4204). Erfreulich sei, sagte Peter Behrbohm vom Bayerischen Roten Kreuz, dass das Glasflaschenverbot Erfolge zeige. Vor allem Frauen mit leichtem Schuhwerk hätten sich zuvor immer an Glasscherben geschnitten. „Dieses Jahr sind nicht so viele in Scherben getreten“, sagte er. (dpa)

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