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Ohne harte Arbeit kein Erfolg

Können aus Teilnehmern bei DSDS wirklich Stars werden? Matthias Schlier, Leiter des Cantemus-Chor, gibt einen Einblick.
Von Julia Weidner, MZ

Matthias Schlier, Leiter des Cantemus-Chor Foto: Cantemus
Matthias Schlier, Leiter des Cantemus-Chor Foto: Cantemus

Wie ist das Gesangsniveau in Castingshows?

Das kommt auf die Show an. Die Elli bei DSDS konnte damals schon was. Daniele war ein schräger Vogel, der kompensierte, dass er nicht singen konnte. Es gibt auch talentierte Bewerber, doch die müssen geformt werden. Ein ungeschliffener Rohdiamant bleibt ohne knallharte Arbeit erfolglos.

Ist Gesangsunterricht für eine Karriere erforderlich?

Auf jeden Fall, denn zehn Prozent sind Talent, der Rest ist harte Arbeit. Wenn man langfristig Erfolg haben will, gibt es keine Abkürzung. Schnelle Shows sind ein Aschenputteltraum.

Wie fördern Sie Kinder mit Talent?

Unser Ziel ist nicht, aus dem Cantemus-Chor eine Talentschmiede zu machen. Die Kinder sollen die Musik für sich selbst nutzen.

Wie schätzen Sie das DSDS-Zertifikat über eine Kurz-Ausbildung zum Künstler ein?

Wie der Name schon sagt, das ist ein Schnelldurchlauf. Nur weil die Kandidaten auf dem Papier „Künstler“ sind, können sie trotzdem versagen. Künstler brauchen ständig neue Ideen, vermitteln Inhalte und müssen sich weiterentwickeln. Nur wer wirklich gut ist, kann sich etablieren. Eine fundierte Grundausbildung, zum Beispiel am Regensburg College, kann dabei helfen. Auf die Schnelle geht aber nichts.

Elli Erl, Barbara Meier oder Jack Handl: In unserer Serie gehen wir der Frage nach, was aus ehemaligen Castingshow-Teilnehmern aus Ostbayern geworden ist.

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