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Voting

Laaberer Festdamen feiern dritten Platz

25 Gruppen bewarben sich um den Titel der beliebtesten Festdamen in Ostbayern. FFW-Damen aus Laaber erreichten den 3. Platz.
Von Peter Pavlas

Über ihren Einsatz beim Patenbitten der FFW Beratzhausen vor einigen Tagen freuten sich die Laaberer Feuerwehr-Festdamen. Foto: Peter Pavlas
Über ihren Einsatz beim Patenbitten der FFW Beratzhausen vor einigen Tagen freuten sich die Laaberer Feuerwehr-Festdamen. Foto: Peter Pavlas

Laaber.Da gibt jemand sein Bestes, aber es trennen einen am Ende Sekundenbruchteile oder wenige Punkte von einem Platz auf dem Siegerpodest. Nicht nur im Sport ist es eine undankbare Tatsache, dass man manchmal, trotz hervorragender Leistung, nur vierter Sieger wird. Die Festdamen der Laaberer Feuerwehr schafften jedoch im September in einem engagierten Wettkampf um Beliebtheit den Sprung aufs „Stockerl“.

Im Wettbewerb der Mittelbayerischen Zeitung um den Titel „Ostbayerns Festdamen des Jahres“, dem sich 25 Gruppen gestellt hatten, entschied sich alles in den letzten Tagen. Die Festdamen der Feuerwehr Fuhrn bei Neunburg vorm Wald errangen im Voting schließlich die meisten Stimmen, nachdem zwischenzeitlich beinahe ein Gleichstand zwischen ihnen und den Mitbewerberinnen vom Burschenverein Neukirchen bei Schwandorf und den Laaberer Festdamen geherrscht hatte.

Ein Maßstab für andere

Ein Monat ist nun vergangen, seitdem den Festdamen der FFW Laaber der dritte Preis zuerkannt wurde, ein Tagesausflug auf die neue Erlebnis-Holzkugel am Steinberger See. Im Laaberer Wirtshaus Trettenbach blickten fünf Vertreterinnen der Gruppe zurück auf die erlebnisreiche Zeit: Veronika Schreck und Angelika Rödl, beide Mechatronikerinnen, Svenja Käufer, Sekretärin, Veronika Trettenbach, Verwaltungsfachangestellte und Ulrike Trettenbach, medizinische Fachangestellte.

Fünf Festdamen aus Laaber erinnerten sich beim Interview gerne an ihre Auftritte zurück.  Foto: Peter Pavlas
Fünf Festdamen aus Laaber erinnerten sich beim Interview gerne an ihre Auftritte zurück. Foto: Peter Pavlas

„Wir waren überrascht, dass wir bei der großen Anzahl von 25 Teilnehmergruppen so gut abschneiden konnten“, meinte Svenja. Aber das Laaberer Feuerwehrfest zum 150-jährigen Jubiläum sei bei schönem Volksfestwetter und einer Dauer von fünf Tage, schon ein besonderer Maßstab für andere Gruppen gewesen.

Erlebnisse des Wettbewerbs

  • Svenja:

    Ich habe es als große Ehre empfunden, mitmachen zu dürfen. Und dass ich das gerade in dem Jahr erfahren konnte, als die Laaberer Feuerwehr ihr 150-jähriges Jubiläum feiert.

  • Angelika:

    Unter den Festdamen sind neue Freundschaften entstanden und bestehende erneuert worden. Manche von uns kennen sich aus der Schule, bevor sich unsere Wege trennten.

  • Veronika S.:

    Besonders genossen habe ich jedes Mal unseren Einzug in das Festzelt. Das war ein richtiges Gänsehaut-Gefühl und hat mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, wenn die Menschen dabei auf den Bänken standen.

  • Veronika T.:

    Für mich war es eindrucksvoll, im Festzug und in Festkleidung durch meinen Heimatort Laaber zu ziehen und die Aufmerksamkeit und den Beifall der Umstehenden zu erfahren.

  • Ulrike:

    Ich habe mich über die Komplimente meiner Familie und meiner Freunde gefreut, und über das Gefühl, in der Frühe zum ersten Mal mein Kleid präsentieren zu können. Die Bilder, die dabei entstanden, bleiben in meiner Erinnerung.

Im Oktober 2016 fanden sich die künftigen Festdamen im Gerätehaus der Feuerwehr zusammen. Durch Herumfragen bei Freundinnen und Bekannten „magst du auch zu uns kommen?“ , seien schließlich 31 Teilnehmerinnen zusammengekommen, dazu sechs Festmädchen und die Festmutter Marion Schneider. „Die hat überall fest mit angepackt“, loben sie ihre Festdamen. Sprecherin Astrid Roth kümmerte sich um die Organisation und war immer für alle Anliegen ansprechbar.

MZ-Aktion

Fuhrnerinnen sind Festdamen des Jahres

Nach Wochen des Wartens ist nun ist klar: Fuhrns Festdamen haben das MZ-Festdamen-Voting vor Neukirchen und Laaber gewonnen.

Nach dem konstituierenden Treffen ging es gleich einmal los zu den Feuerwehrkameradinnen in Bergstetten. Im selben Jahr unterstützten die jungen Damen die Feuerwehr am Stand im Adventsmarkt mit dem Verkauf selbst gemachter Liköre. Im Jahr 2017 organisierten die Feuerwehrler ein Kennenlern-Treffen und einen „Festdamen-TÜV“ mit Spielen. Die geschickte Handhabung der Schläuche war da gefragt oder das Training beim Marschieren im Gleichschritt. Die Teilnahme an Festivitäten von Festdamen in der Umgebung gehörte in den Folgejahren zu den regelmäßigen Aktivitäten. Die erstreckten sich bis nach Velburg und in die Neumarkter Gegend. Besonders habe man sich den jedoch den Beratzhausenern und Bergstettenern verbunden gefühlt. Alle Festdamen sind im Feuerwehr-Verein, einige auch als aktive Mitglieder. Ansonsten würden „durchaus freundschaftliche Beziehungen“ zu den männlichen Floriansjüngern bestehen, schmunzeln die fünf Damen im Interview.

MZ-Aktion

Das sind die Sponsoren der Festdamenwahl

Viele unterstützen die Wahl zu Ostbayerns Festdamen des Jahres. Hier sehen Sie, welche Firmen und Institutionen dabei sind.

Wenig Kontakt zur Konkurrenz

Der Kontakt zu anderen Festdamen-Gruppen war eher beschränkt. Die Fragen, wo man T-Shirts günstig herstellen lassen kann oder den Blumenschmuck, das war allerdings schon ab und zu Gesprächsstoff. Aber zu den unmittelbaren Konkurrentinnen aus der nördlichen Oberpfalz habe es überhaupt keine Kontakte gegeben. Und dass sie durch die Klicks den dritten Platz im Festdamen-Ranking erreichten, erfuhren die Laaberinnen auch erst durch die MZ-Homepage.

Die Frage, ob sie noch einmal an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, stellt sich für die 3. Sieger nicht. „Nicht zu alt sollte eine Bewerberin dafür sein, feierwütig und bereit, sich zu engagieren. Die Zeit genießen und alles mitnehmen“, lautet der Rat für künftige Festdamen. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, auch männliche Festburschen mitmarschieren zu lassen, schütteln sie spontan den Kopf: „Die Tradition will, dass Mädchen das Fest repräsentieren. Und die Tracht gehört ebenfalls dazu.“

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