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Gipfel

G7: 1800 Einsatzkräfte sind im Einsatz

Die Vorbereitungen laufen: Der G7-Gipfel im Juni in Schloss Elmau wird auch für die Hilfsorganisationen zur Herausforderung.
Von Paul Winterer, dpa

An die 1800 Einsatzkräfte der bayerischen Hilfsorganisationen bereiten sich auf ihren Dienst beim G7-Gipfel am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Krün vor.
An die 1800 Einsatzkräfte der bayerischen Hilfsorganisationen bereiten sich auf ihren Dienst beim G7-Gipfel am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Krün vor. Foto: dpa

München.An die 1800 Einsatzkräfte der bayerischen Hilfsorganisationen bereiten sich auf ihren Dienst beim G7-Gipfel am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Krün vor. 20 von ihnen werden sogar direkt am Tagungsort beschäftigt sein. Ob Notärzte auch für die medizinische Betreuung der sieben Staats- und Regierungschefs abgestellt werden, ist offen. „Die Entscheidung darüber, ob wir für einzelne Staatsgäste Notärzte bereitzuhalten haben, treffen die jeweiligen Staatsgäste selbst“, sagte BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk im Interview. Stärk ist seit acht Jahren Landesgeschäftsführer des BRK. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer und studierte Jurist war vor seiner Zeit beim BRK unter anderem bei der Deutschen Telekom beschäftigt. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt im oberbayerischen Miesbach.

Das Bayerische Rote Kreuz koordiniert Planung und Einsatz beim Gipfeltreffen der sieben Staats- und Regierungschefs. „Wir hoffen, dass unsere Helferinnen und Helfer von ihren Arbeitgebern für diesen Einsatz freigestellt werden“, sagte Stärk. Das hauptamtliche Personal in der Landesgeschäftsstelle und in den vom BRK betriebenen Integrierten Leitstellen hat für die Zeit des Gipfels eine Urlaubssperre. Die Helfer bereiten sich auch auf einen Einsatz bei etwaigen gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Demonstrationen vor.

Wie bereiten sich die Hilfsorganisationen auf ihren Einsatz beim G7-Gipfel vor?

Unsere Vorbereitungen laufen plangemäß. Der Einsatz verlangt bereits in der jetzigen Phase sehr viel Engagement und Zeiteinsatz von unseren ehren- und hauptamtlichen Kräften ab. Wir hoffen, dass unsere Helferinnen und Helfer von ihren Arbeitgebern für diesen Einsatz freigestellt werden. Die Kosten dafür trägt der Freistaat. Unser Einsatz- und Lagezentrum in der BRK-Landesgeschäftsstelle ist eingerichtet. Das hauptamtliche Personal in der Landesgeschäftsstelle und in den vom BRK betriebenen Integrierten Leitstellen hat für die Zeit des Gipfels eine Urlaubssperre.

Wie viele Helfer werden im Einsatz sein?

Gemeinsam werden alle bayerischen Hilfsorganisationen unter Leitung des BRK nach dem jetzigen Planungsstand 1500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz haben. Hinzukommen rund 300 hauptamtliche Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Integrierten Leitstellen.

Welche Einsatzschwerpunkte wird es geben?

Einsatzschwerpunkte sind der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, also die unmittelbare Umgebung des Tagungshotels der Staatschefs einschließlich der Bergregion, und natürlich die Landeshauptstadt München.

Werden Helfer auch direkt in Schloss Elmau im Einsatz sein?

Nach dem heutigen Planungsstand werden etwa 20 Einsatzkräfte direkt im beziehungsweise am Schloss Elmau im Einsatz sein.

Sind Notärzte auch für die Gesundheit der Staatsgäste vor Ort zuständig?

Die Entscheidung darüber, ob wir für einzelne Staatsgäste Notärzte bereitzuhalten haben, treffen die jeweiligen Staatsgäste selbst. Wir haben hier noch keine definitive Planung.

Wie bereiten Sie sich auf etwaige gewalttätige Auseinandersetzungen bei Demonstrationen gegen den Gipfel vor?

Vorwegschicken will ich, dass unsere Einsatzkräfte ganz strikt auf unsere Neutralität achten. Sollte es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen, ist das vorwiegend eine polizeiliche Lage. Wir werden jedem helfen, egal ob Polizist, Demonstrant oder unbeteiligter Zuschauer. Wir unterscheiden dabei nicht nach der Motivation oder einem Verschulden.

Wie viele Leute werden in München im Einsatz sein, wo es voraussichtlich die größten Demos gibt?

Für das Gebiet der Landeshauptstadt gibt es eine Grundplanung für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr, konkrete Planungen sind jedoch jetzt noch verfrüht.

Was kostet der Einsatz der Hilfsorganisationen?

Uns Hilfsorganisationen ist die Personal- und Sachkostenerstattung sowohl für die Planungsphase als auch für den Einsatz selbst von der Staatsregierung zugesagt worden. Noch keine Einigkeit haben wir über die Refinanzierung notwendiger Investitionen, hier gibt es noch Klärungsbedarf. Letztlich dürfen wir gemeinnützigen Hilfsorganisationen auf keinen Kosten sitzen bleiben.

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