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Gesellschaft

Maly: Nürnberger Pegida-Leute sind einschlägig bekannte Rechte

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly. Foto: Andreas Gebert/Archiv

Nürnberg.Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) hat vor dem Nürnberger Ableger der islamkritischen Pegida gewarnt. «Die, die da unter Nügida als örtliche Vertreter der sogenannten Pegida-Bewegung auftreten, sind weder Volksversteher noch Volksvertreter. Das sind einschlägig bekannte Figuren aus der rechten Szene - das sollen alle wissen, die sich vielleicht überlegen, solchen Leuten nachzulaufen», sagte Maly bei einer Kundgebung gegen Fremdenhass am Freitag. Etwa 2500 Menschen waren dem Aufruf zur Demonstration von Stadt, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen nach Polizeiangaben gefolgt - trotz Kälte und Schneegestöber.

Unter kräftigem Applaus sagte Maly, Nürnberg werde zusammenstehen, «wenn Rechtsextremisten zu Demonstrationen in unserer Stadt aufrufen, wie in der Vergangenheit geschehen und nun für den 16. Februar angekündigt». Die Stadt werde dem Nügida-Aufzug am Rosenmontag eine «kraftvolle demokratische Demaskierung entgegensetzen», sagte Maly. «Wo wirkliche Politik beginnt, ist Pegida nämlich am Ende.»

Ein klares und von allen geteiltes Nein wie im Umgang mit dem Antisemitismus sei auch bei der Islamfeindlichkeit möglich. «Denen, die mitlaufen, müssen wir klarmachen, dass sie sich irren», sagte das Stadtoberhaupt. Unter dem Motto «Nürnberg hält zusammen» soll es das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen geben - etwa einen interreligiösen «Dialog-Zug» durch die Stadt oder eine Veranstaltung zur Frage, wie und warum sich junge Menschen radikalisieren.

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