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„Dauke“ hat seinen Namen von einem Beruf geerbt

Beim Familiennamen „Dauke“ handelt es sich um einen sogenannten Berufsübernamen zu dem mittelhochdeutschen Wort „dûge“ mit der Bedeutung ‚Fassdaube’ = ‚Seitenbrett an einem hölzernen Fass’ für den Hersteller und/oder Händler von Fassdauben bzw. für einen Böttcher. Bei Berufsübernamen erfolgte die Benennung der Person nach beruflichen Merkmalen. In dem Fall ist ein für einen oder mehrere bestimmte Berufe charakteristischer Gegenstand zunächst als Beiname auf den Berufsausübenden übertragen worden, der sich dann durch Vererbung zu einem Familiennamen entwickelte. Die sprachliche Entwicklung von „dûge“ zu „Dauke“ erfolgte dabei lautgesetzlich ganz regelkonform. Vom Mittelhochdeutschen zum (Früh-)Neuhochdeutschen hin wird der Langvokal „û“ zu „au“ diphthongiert. Für „g“ wird im Sprachgebiet der sogenannten binnendeutschen Konsonantenschwächung oftmals auch „k“ geschrieben. Diese historische Schreibung hat sich im Familiennamen „Dauke“ bis heute erhalten.

Von Namenforscher Stefan Hackl

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