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„Ekkolf“ als Namensgeber

Der Name des zur Gemeinde Köfering im Landkreis Regensburg gehörigen Kirchdorfes Egglfing wird bereits 983 in einer Urkunde des Regensburger Klosters St. Emmeram als „Ekkoluinga“ („-u-“ steht hier für „-v-“ mit dem Lautwert „f“) erwähnt. Später ist der Ortsname u. a. 1189 als „Ekkolvingen“, 1379 als „Ekkolfing“, 1568 als „Ecklfing“ und 1665 als „Egglfing“ historisch bezeugt. Aus der Belegreihe ist ersichtlich, dass der Ortsname „Egglfing“ als „-ing“-Ableitung zu dem althochdeutschen Personennamen „Ekkolf“ zu deuten ist. Das germanische Bildungselement „-ing“ drückt eine Zugehörigkeit aus, hier eben zu einer Person namens „Ekkolf“. Es liegt demzufolge ursprünglich eine Personen- bzw. Siedlergruppenbezeichnung mit der Bedeutung ‚die zu einer Person namens „Ekkolf“ gehörigen Leute’ zugrunde. Durch reguläre Abschwächung und schließlich Tilgung des „-o-“ in der unbetonten zweiten Silbe erreicht der Name die heutige Lautgestalt, wobei die Schreibung mit „-gg-“ vor dem Hintergrund der mundartlichen Aussprache des „-kk-“ als „-gg-“ zu sehen ist. Forschung: Michael Prinz

Von Namenforscher Stefan Hackl

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