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Herr „Ampler“ hatte früher mit Blech oder Zinn zu tun

Der Familiennamen „Ampler“ hat nichts mit einer Verkehrsampel zu tun, sondern ist als sogenannter Berufsübername aus einer Bildung auf „-er“ zu dem mittelhochdeutschen Wort „ampel“ mit der Bedeutung ‚Lampe; auch Blech- oder Zinngefäß‘ hervorgegangen.

Der Name bezeichnete ursprünglich also beispielsweise einen Hersteller und/oder Händler von Lampen bzw. Blech- oder Zinngefäß, womöglich auch einen Zinngießer.

Übernamen sind häufig Spitz- oder Spottnamen, mit denen man seine Mitmenschen nach besonderen, speziell für diese Person typischen Eigenschaften benennt.

Bei Berufsübernamen erfolgt diese Benennung eben nach beruflichen Merkmalen, die man dem betreffenden Menschen zuschreibt. Bei dem Familiennamen „Ampler“ ist ein für einen oder mehrere bestimmte Berufe charakteristischer Gegenstand zunächst als Beiname auf den Berufsausübenden übertragen worden, der sich dann durch Vererbung zu einem Familiennamen entwickelte.

Von Namenforscher Stefan Hackl

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