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„Utler“ vererbte eine Frau

Beim Familiennamen „Utler“ handelt es sich um ein sogenanntes Metronym, das heißt, um einen vom Rufnamen der Mutter (beziehungsweise auch allgemein einer Frau) abgeleiteten Familiennamen. Er kann zurückgeführt werden auf eine Ableitung auf „-er“ zum weiblichen Rufnamen „Utilia“ beziehungsweise „Utilie“, einer Variante von „Odilia“. Daraus lässt sich ein Beiname „(der) Utilier“ für den Sohn oder den Ehemann oder für eine abhängige männliche Person von einer Frau namens „Utilia“ beziehungsweise „Utilie“ erschließen, aus dem sich der Familienname „Utler“ entwickelte. Der mittelalterliche Rufname „Odilia“ stellt eine lateinisierte Form des althochdeutschen Personennamens „Odila“ beziehungsweise „Otila“ (althochdeutsch „uodal“ für ‚Erbgut, Heimat’) dar, einer Koseform von „Oda“, die als Kurzform von Zusammensetzungen mit „Ot-“ (althochdeutsch „ôt“ für ‚Besitz, Reichtum’) als erstem Bestandteil hervorgegangen ist. Bekannter als die altsächsische Namensform „Oda“ ist die hochdeutsche Form „Ute“ (hervorgegangen aus althochdeutsch „Uota, Uoda“).

Von Namenforscher Stefan Hackl

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