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Justiz

Gäubodenfest-Vergewaltigung vor Gericht

Ein 28-Jähriger soll eine junge Frau nach einem Volksfestbesuch vergewaltigt haben. Nun beginnt der Prozess in Regensburg.
Von Marion von Boeselager, MZ

Das Landgericht Regensburg befasst sich mit einer mutmaßlichen Vergewaltigung, die sich nach einem Gäubodenvolksfest-Besuch 2014 zugetragen haben soll. Foto: Bastian Winter
Das Landgericht Regensburg befasst sich mit einer mutmaßlichen Vergewaltigung, die sich nach einem Gäubodenvolksfest-Besuch 2014 zugetragen haben soll. Foto: Bastian Winter

Regensburg.In ein fesches Dirndl gehüllt besuchte eine junge Frau mit einem Bekannten im August vergangenen Jahres das Straubinger Gäubodenfest. Nach dem Genuss von einigen Maß Bier auf dem Volksfest wechselte sie jedoch die Lokalität und feierte in einer Bar im Stadtgebiet weiter. Dies sollte ihr zum Verhängnis werden: Denn dort traf die attraktive Frau auf einen 28-jährigen Straubinger, der ihr anzügliche Angebote machte. Doch auf seine dreiste Anmache hin reagierte sie ablehnend. Da soll ihr der Straubinger nach dem Verlassen des Lokals gefolgt und sich in einer Parkanlage an ihr vergangen haben. Ab Montag steht gelernte Raumausstatter wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor dem Regensburger Landgericht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprach der Beschuldigte die Dirndlträgerin in der Bar an. Sie sei „ein geiles Miststück“ und sehe gut aus, soll er gesagt und sich dabei zwischen die Beine gefasst haben. Er würde sie gerne mitnehmen.

Beschuldigter verfolgte sein mutmaßliches Opfer

In den frühen Morgenstunden verließ die Frau allein die Bar. Wenig später traf sie auf dem Heimweg erneut auf den 28-Jährigen. Nach einer gemeinsamen Zigarette soll der Raumausstatter der Frau einen Schlag auf den Mund versetzt haben, da sie seiner Ansicht nach zu laut redete. Sie setzte daraufhin ihren Heimweg allein fort. Doch der Beschuldigte folgte ihr. Auf einer Parkbank musste sich die Volksfestbesucherin kurz hinsetzen, da ihr schwindelig wurde. Der Straubinger holte sie ein und redete erneut auf sie ein. Er meinte, sie sei geil und solle – wie er – Tabletten einnehmen, so die Vorwürfe. Dann werde man „notgeil“. Danach begann der Mann laut Staatsanwaltschaft sie zu streicheln und am ganzen Körper zu berühren, obwohl sie sagte, er solle damit aufhören. Als die Frau immer wieder aufstehen wollte, habe er ihr mehrfach einen Stoß versetzt, wodurch sie auf die Bank zurückfiel.

Dann habe der Beschuldigte ihr das Dirndl hochgeschoben, ihr und sich selbst die Hose ausgezogen und mit sexuellen Handlungen begonnen – obwohl das Opfer zu weinen begann und seinen Ekel ausdrückte. Trotz Gegenwehr der Frau soll der Mann sie mehrfach zum Verkehr gezwungen und geschlagen haben. Anschließend konnte die Geschädigte weglaufen. Der Mann soll ihr noch nachgerufen haben: „Kann ich Deine Telefonnummer haben?“ Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage angesetzt.

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