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Bierzeltstimmung bei Florian Silbereisen

Der Schlagersänger brachte 3000 Fans in Regensburg in Bierzeltstimmung. Jürgen Drews sorgte für Ballermannflair.
Von Angelika Lukesch

Das große Schlagerfest live auf der Bühne in der Regensburger Donau-Arena. Florian Silbereisen trat unter anderem zusammen mit Ross Anthony auf. Foto: Jens Niering
Das große Schlagerfest live auf der Bühne in der Regensburger Donau-Arena. Florian Silbereisen trat unter anderem zusammen mit Ross Anthony auf. Foto: Jens Niering

Regensburg.Florian Silbereisen (37) riss beim großen Schlagerfest in der Donau-Arena seine Fans vom ersten Song an mit in einen kollektiven Rausch. Eine Art Bierzeltstimmung entstand, deren Euphorie durch das Absingen von Schlagern genährt wird, die einfach jeder mitjohlen kann, wie „Griechischer Wein“(Udo Jürgens, 1974) „Ich liebe das Leben“ (Vicky Leandros, 1991) oder „Life is life“ (Opus, 1984).

Den Hit von Geier Sturzflug (1984) „Die pure Lust am Leben“ instrumentalisierte Silbereisen als Schlachtruf, der das Publikum aufpeitschte und in die unglaublich angestrengt wirkende gute Laune des Entertainers sog.

Die Musiker rissen mit ihren feurigen Bühnenshows das feierwütige Publikum mit. Foto: Jens Niering
Die Musiker rissen mit ihren feurigen Bühnenshows das feierwütige Publikum mit. Foto: Jens Niering

Das Publikum ließ sich mitreißen und sang aus Leibeskräften mit, auch als Ross Anthony ohne Pause Bierzelthits aneinanderreihte: „Michaela“ (Bata Illic, 1972), „Himbeereis zum Frühstück“ (Hoffmann&Hoffmann, 1977), „Ein Student aus Uppsala“ (Kirsti, 1969), „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ (Jürgen Marcus, 1972) und „Erna kommt“ (Hugo Egon Balder, 1985).

Eine abwechslungsreiche Mischung

Spätestens bei „Michaela standen die Fans, klatschten mit und wedelten mit den Armen. Kaum einer widerstand dem aufgesetzten Frohsinn und der wieder und wieder beschworenen guten Laune Silbereisens. Das Publikum ließ sich vom starken Sog der mitreißenden Rhythmen in die große „Familie“, die Silbereisen beschwor, integrieren. Der Entertainer hatte sein Publikum fest in der Hand und leitete es geschickt von bierzeltseliger Stimmung mit „Is this the way to Amarillo“ (Tony Christie, 1971) zu dick aufgetragener Sentimentalität mit „Teddybär eins-vier“(Jonny Hill, 1979). Silbereisens Gäste wurden in die Performance von durchchoreografierter Stimmung und Besinnung eingegliedert.

Der Entertainer selbst präsentierte mit seinen „Klubbb 3“-Kollegen Jan Smitt und Christoff De Bolle neue deutsche Schlager mit ebenso aktuellen wie banalen Themen: „Ein Tattoo für die Ewigkeit“ und „Selfie, fertig, los“.

Stargast war Jürgen Drews

Ross Anthony war für die schnellen Songs zuständig, Ben Zucker für die macho-sensiblen Reibeisen-Töne, mit denen er sich leider auch an Reinhard Meys Lied „Über den Wolken“ verging. Die DDC Breakdancer sorgten für Akrobatik und Chippendales-Feeling beim Entblößen ihrer Sixpacks.

Selfies mit den feiernden Zuschauern gehörten natürlich auch dazu. Foto: Jens Niering
Selfies mit den feiernden Zuschauern gehörten natürlich auch dazu. Foto: Jens Niering

Helene Nissen (21) gab als kleines Mädchen mit Pferdeschwanz kostümiert die aufgeregte Newcomerin mit einer durchdringenden Stimme. Stargast war Jürgen Drews, der seinen „König von Mallorca“ sang und sich nicht glaubwürdig begeistert in die allgemeine „Jetzt erst recht“- Party von Florian Silbereisen einfügte.

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