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Der kleine Basti braucht dringend Hilfe

Der Vierjährige aus Sulzbach-Rosenberg leidet an einem schweren Herzfehler. Nur eine teure Operation kann ihm noch helfen.
Von Philipp Breu, MZ

Der vierjährige Basti hat einen großen Teil seines bisherigen Lebens im Krankenhaus verbracht. Foto: Leypold
Der vierjährige Basti hat einen großen Teil seines bisherigen Lebens im Krankenhaus verbracht. Foto: Leypold

Sulzbach-Rosenberg.Der vierjährige Bastian Leypold aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach kämpft schon seit seiner Geburt um sein Leben. „Schon vor meiner Geburt haben Mami und Papi erfahren, dass mit meinem Herz etwas nicht stimmt“, heißt es auf seiner Spenden-Webseite.

Die Ärzte im Erlanger Universitätsklinikum, das der kleine Junge in den letzten Jahren öfter aufsuchte, als sein eigenes Zuhause, haben alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft. Lediglich eine teure Operation in einer Spezialklinik in Philadelphia kann dem Jungen noch helfen. Doch die Eltern müssen die Kosten selbst tragen.

Basti kann wegen seiner Drainagen nicht mit einem normalen Linien-Flugzeug fliegen, von den Ausfallkosten der Eltern in ihren Berufen ganz zu schweigen. Ob und wie viel die Krankenkasse von den Kosten übernehmen wird, ist noch unklar.

„Die Versicherungen (privat und gesetzlich), mit denen ich in engem Kontakt bin, müssen laut eigener Aussage erst einen Kostenvoranschlag aus Philadelphia abwarten, was sich aber schwierig gestaltet, da die dortigen Untersuchungen, Behandlungen und Operationen noch nicht in vollem Maße abschätzbar sind. Sobald irgendein Kostenvoranschlag aus Philadelphia vorliegt, reichen wir diesen sofort an die Versicherungen weiter und hoffen auf eine möglichst hohe Beteiligung.“, erklärt Bastians Patenonkel Michael Andörfer. Freunde, Familie und Bekannte rufen deshalb zu einer großen Spendenaktion auf, um die Behandlung finanzieren zu können, die dem kleinen Jungen endlich ein normales Leben ermöglichen soll.

„Schon vor meiner Geburt haben Mami und Papi erfahren, dass mit meinem Herz etwas nicht stimmt.“

Der Junge erblickte am 25. Juni 2013 mit nur einem halben Herz das Licht der Welt. Bereits nach neun Tagen musste Basti das erste Mal acht Stunden lang operiert werden. Der Säugling erholte sich so gut von dem Eingriff, dass er bereits nach eineinhalb Wochen das Krankenhaus verlassen durfte. Es folgten zwei weitere große Operationen, zu diesem Zeitpunkt war Basti erst fünf Monate alt. Nach dem dritten Eingriff machten sich Puls-und Herzrhythmusstörungen bemerkbar, die Ärzte zogen einen Herzschrittmacher in Erwägung. Doch dem Jungen ging es bald besser.

Die Spenden sollen dabei helfen, die teure Behandlung in den USA zu finanzieren. Foto: Gruber
Die Spenden sollen dabei helfen, die teure Behandlung in den USA zu finanzieren. Foto: Gruber

Ab September 2016 ging Bastian sogar in den Kindergarten. Dort bemerkte er, dass er mit den anderen Kindern nicht mithalten konnte. Über eine längere Zeit zu laufen und zu toben war für ihn einfach nicht möglich. Ende November 2016 stand schließlich die letzte große OP an.

Krankenhaus statt Kindergarten

Der Eingriff verlief gut, zur Vorsicht wurde Basti ein Herzschrittmacher eingesetzt. Doch kurz nach der Operation begannen die Komplikationen. „Ich wurde die Drainagen, über die das Wundsekret ablaufen sollte, einfach nicht los“, heißt es auf der Webseite. Darüber hinaus verlor der kleine Junge Lymphe, eine Flüssigkeit, in der viel Eiweiß und Energie steckt. Basti klagte in der Folge über akute Atemnot, weil die angestaute Flüssigkeit auf die Lunge drückte. Dem kleinen Jungen blieb nichts anderes übrig, als seine Drainagen stets mit sich zu tragen.

„Ich wurde die Drainagen, über die das Wundsekret ablaufen sollte, einfach nicht los.“

Durch eine fettfreie Diät erhofften sich die Ärzte eine Besserung seines gesundheitlichen Zustandes, doch lediglich enormer Gewichtsverlust war die Folge. Basti wurde von dort an künstlich ernährt. Zwischenzeitlich wurde auch noch festgestellt, dass sein Herzschrittmacher falsch angeschlossen war, weitere Operationen waren nötig.

Hier erfahren Sie mehr über Bastis Krankheit:

Darunter leidet der kleine Basti

  • Bastian ist seit

    seiner Geburt an einem „Double Inlet Left Ventricle“ (DILV) oder singulärer Ventrikel erkrankt.

  • Bei diesem Herzfehler

    sind beide Vorhöfe mit ein und derselben Herzkammer verbunden, weil eine Herzkammer fehlt oder sehr klein ist.

  • Der Defekt kann

    auch durch Operationen nicht geheilt werden.

  • Die Betroffenen können

    aber in der Regel nach drei großen Eingriffen ein weitestgehend normales Leben führen. Bastis Erkrankung verläuft aber schwerer.

Der kleine Bub war in einem äußerst schwachen körperlichen Zustand. Am 21. Juli 2017 wurden nach einem weiteren Eingriff die Drainagen entfernt. Einige Wochen ging es Basti sehr gut, sogar in den Kindergarten konnte er wieder gehen. Kurz vor Weihnachten kam dann der nächste Rückschlag. Seit Wochen litt der Vierjährige an hartnäckigem Husten und Schnupfen. Aufgrund des Dauerinfektes bildeten sich Ergüsse in der Lunge. Nach erfolgloser Punktion war Bastian nun wieder auf Drainagen angewiesen. Der Herzfehler hatte sich nun endgültig zu einer Erkrankung des Lymphsystems entwickelt.

Wer helfen möchte kann an folgende Bankverbindung spenden: IBAN: DE 62 7525 0000 0380 2022 26; BIC: BYLADEM1ABG; Kontoin.: Kolpingfamilie Herz Jesu Rosenberg e.V.; Verwendungszweck: Spende Bastian Leypold

Mehr zu Bastis Geschichte können Sie hier nachlesen.

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