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Oberpfalz
Freitag, 17. August 2018 31° 1

Zollamt

Drei Millionen geschmuggelte Zigaretten

Entgegen dem bundesweiten Trend stellte das Hauptzollamt Regensburg mehr Zigaretten und Haschisch sicher.

Schmuggler und Fälscher machen dem Zoll das Leben schwer. Foto: Markus Scholz/dpa
Schmuggler und Fälscher machen dem Zoll das Leben schwer. Foto: Markus Scholz/dpa

Regensburg.Das Hauptzollamt Regensburg hat seine Auswertungen vom Jahr 2017 vorgestellt. Entgegen dem bundesweiten Trend erhöhten sich die durch die Kontrolleinheiten Verkehrswege des Hauptzollamts Regensburg sichergestellten Mengen an Schmuggelzigaretten und Haschisch.

So konnten 2017 bei zwei spektakulären Aufgriffen etwa drei Millionen Stück unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden. „Gefriertruhen, Schaltschränke, aber auch doppelte Stirnwände oder fahrzeugbedingte Hohlräume nutzten die Schmuggler im vergangen Jahr als Verstecke. Insgesamt wurden etwa 4,1 Millionen Stück Schmuggelzigaretten aus dem Verkehr gezogen, fast die vierfache Menge im Vergleich zu 2016“, sagte Leiterin des Hauptzollamts Regensburg, Regierungsdirektorin Margit Brandl.

Bekämpfung des Drogenschmuggels

Weiterhin sieht Brandl in der Bekämpfung des Drogenschmuggels eine äußerst wichtige Aufgabe des Zolls. „Crystal ist immer noch eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, gegen das wir mit all unseren zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen müssen, vor allem zum Schutz der Jugend“. So belief sich die im Jahr 2017 durch die Zöllnerinnen und Zöllner aufgegriffene Menge Crystal auf circa vier Kilogramm (etwa die gleiche Menge wie in 2016). Eine deutliche Zunahme ist allerdings bei Haschisch zu erkennen. Hier erhöhte sich die Aufgriffsmenge im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg auf etwa 17 Kilogramm (im Vergleich: 2016: etwa ein Kilogramm). Außerdem beschlagnahmten die Zöllnerinnen und Zöllner circa 20 000 Stück verbotene oder gefälschte Arzneimittel.

Der durch Marken – und Produktpiraterie verursachte wirtschaftliche Schaden belief sich im Jahr 2017 auf rund 300 000 Euro. Im vergangenen Jahr wurden circa 650 Stück gefälschte Markenartikel, vor allem durch die Beamtinnen und Beamten der vier Zollämter im Hauptzollamtsbezirk, eingezogen.

Vorsicht bei Bestellungen im Internet

Besonders aber in Hinblick auf die Produktsicherheit ist bei Bestellungen im Internet jedoch Vorsicht geboten. „Der überwiegende Teil der gefälschten Produkte gelangt über den Postweg in die EU. Zum Großteil erfüllen diese Waren aber nicht die erforderlichen Sicherheitsbestimmungen, wie zum Beispiel CE – Kennzeichen bei Elektroartikeln und können damit schnell zu gesundheitlichen Risiken führen“, so Regierungsdirektorin Brandl.

Im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften die Zöllnerinnen und Zöllner im Jahr 2017 etwa 5000 Personen an der Arbeitsstelle und circa 1400 Arbeitgeber. Die etwa 1300 abgeschlossenen Ermittlungsverfahren wegen Straftaten führten zu Geldstrafen in Höhe von ca. 750 000 Euro, die Summe der Geldbußen belief sich 2017 auf etwa 11 Million Euro. An Freiheitsstrafen wurden insgesamt 38 Jahre erwirkt. Die straf- und bußgeldrechtlich ermittelte Schadenssumme betrug in 2017 im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg rund 13,5 Millionen Euro.

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