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Zuwanderung

Neue Erstaufnahme-Einrichtung in Betrieb

Regensburg hat Platz für 600 Flüchtlinge geschaffen. Innenminister nimmt Sorgen nach der Messerattacke in der Altstadt ernst.
von Christine Straßer, MZ

Innenminister Joachim Herrmann (l.) und Sozialministerin Emilia Müller lassen sie die Arbeit am Schalter der Erstaufnahmeeinrichtung erklären. Foto: Lex
Innenminister Joachim Herrmann (l.) und Sozialministerin Emilia Müller lassen sie die Arbeit am Schalter der Erstaufnahmeeinrichtung erklären. Foto: Lex

Regensburg.Die neue Erstaufnahme-Einrichtung in der Regensburger Bajuwarenkaserne hat am Donnerstag offiziell den Betrieb aufgenommen. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller und Innenminister Joachim Herrmann eröffneten nach einem Rundgang die Räumlichkeiten. Die neue Erstaufnahme bietet Platz für 600 Menschen. Ein Vorteil nach dem Neu- und Umbau des Areals: Dort wurde nun alles miteingeplant, was für eine Betreuung von Flüchtlingen notwendig ist. Es gibt beispielsweise eine medizinische Einrichtung und einen Kindergarten. Auch die Polizei ist in eigenen Räumen vor Ort. In die freiwerdende Pionierkaserne soll nun ein sogenanntes Transitzentrum kommen.

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Sorge um die Sicherheit

Anwohner im Regensburger Süden hatten schon während der Bauzeit Sorgen geäußert, was die Sicherheit betrifft. Sie dachten dabei nicht nur an sich, sondern auch die Flüchtlinge. Nach einer Messerattacke mitten in der Regensburger Innenstadt herrscht nun zusätzliche Verunsicherung. Innenminister Herrmann betonte auf Nachfrage unseres Medienhauses, dass derartige Gewalttaten „nicht typisch“ für Flüchtlinge seien. Er fügte hinzu: „Trotzdem: Wir müssen das Problem ernst nehmen und das zeigt gleichzeitig auch, wie wichtig es ist, dass alle, die nicht berechtigt sind, hierzubleiben, das Land rasch wieder verlassen.“ Am Mittwoch wurde ein 28-Jähriger bei einem Angriff in der Regensburger Altstadt schwer verletzt. Tatverdächtig ist ein 23-jähriger Syrer. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest. Er befindet sich weiter in einer forensischen Einrichtung. Innenminister Herrmann mahnte, dass Hintergründe erst noch ermittelt werden müssen.

Sehen Sie auch das Video zur Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung:

Neue Erstaufnahme in Regensburg

Indizien für psychische Erkrankung

„Während der Ermittlungen haben sich Indizien für eine psychische Erkrankung des Tatverdächtigen ergeben“, sagte ein Polizeisprecher. Die psychische Erkrankung könnte der Grund für die Tat sein. Weiterhin unklar ist, warum der Mann ein Messer bei sich hatte. Wo der tatverdächtige Asylbewerber lebt, wollte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht preisgeben. Es gibt bis jetzt keine Hinweise darauf, dass sich der Tatverdächtige und das Opfer gekannt haben. Des Weiteren sollen die Ermittlungen klären, ob es einen extremistischen oder islamistischen Hintergrund für die Tat gibt.

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