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Oberpfalz
Dienstag, 17. Juli 2018 29° 3

Sicherheit

Polizei Oberpfalz warnt vor Wildunfällen

Von Mitte Juli bis August sollten Autofahrer besonders vorsichtig fahren: Rehböcke könnten die Fahrbahn kreuzen.

Bis August ist mit liebestollen Rehböcken zu rechnen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Bis August ist mit liebestollen Rehböcken zu rechnen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Oberpfalz.Besondere Vorsicht ist nun wieder für Verkehrsteilnehmer in der Dämmerungs- und Nachtzeit geboten: Von Mitte Juli bis August hat insbesondere das Rehwild Paarungszeit. Dies bedeutet, dass Rehböcke „im Liebesrausch“ den weiblichen Tieren oft über weite Distanzen hinterherlaufen und dabei auch liebestoll und unaufmerksam Straßen und Wege kreuzen. Damit geht natürlich auch ein gesteigertes Unfallrisiko einher, teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemitteilung mit.

9943 Wildunfälle verzeichnete das Polizeipräsidium Oberpfalz im Jahr 2017. Die meisten dieser Verkehrsunfälle endeten lediglich mit einem Sachschaden, doch in 70 Fällen kamen auch Personen zu Schaden. Insgesamt wurden bei diesen Unfällen 72 Verkehrsteilnehmer verletzt und zwei Unfallopfer erlagen ihren Verletzungen.

Aufmerksam und bremsbereit

Die Polizei rät zur erhöhten Aufmerksamkeit und Bremsbereitschaft. Nach dem Queren eines Rehs ist stets mit dem Queren weiterer Tiere zur rechnen. Besonders in waldreichen Gebieten kann es zu vermehrtem Wildwechsel kommen.

Sollte sich ein Tier auf der Fahrbahn befinden, sollte der Fahrer stark bremsen, abblenden und das Tier gegebenenfalls mittels Hupe zum Verlassen der Fahrbahn gebracht werden. Sollte ein Unfall unvermeidlich sein, wird von gefährlichen Ausweichmanövern abgeraten.

Ist es zu einem Wildunfall gekommen, muss die Unfallstelle unverzüglich abgesichert werden. Helfen sie Verletzten und verständigen Sie unverzüglich die Polizei. Unter keinen Umständen darf das Wild mitgenommen werden. Die erforderlichen Maßnahmen werden dann von der Polizei beziehungsweise vom zuständigen Jäger übernommen. Gleiches gilt für Fälle, bei denen ein Tier angefahren wurde und dieses von der Unfallstelle weggelaufen ist.

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