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Oberpfalz
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Statistik

So wenige Verkehrstote wie nie

2017 kamen auf den Straßen in der Oberpfalz 55 Menschen ums Leben. Das ist der niedrigste Wert seit 1954.

Der Rettungsdienst musste 2017 in der Oberpfalz 6017 Menschen versorgen, die bei einem Verkehrsunfall verletzt wurden. Foto: Marcel Kusch/dpa
Der Rettungsdienst musste 2017 in der Oberpfalz 6017 Menschen versorgen, die bei einem Verkehrsunfall verletzt wurden. Foto: Marcel Kusch/dpa

Regensburg.Das Polizeipräsidium der Oberpfalz hat am Montag die Verkehrsstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Der Bericht zeigt den niedrigsten Stand bei den im Straßenverkehr getöteten Verkehrsteilnehmern seit Aufzeichnung der Daten auf. Insbesondere bei Motorradfahrern gelang eine Trendwende. Trotz insgesamt steigender Unfallzahlen sank die Zahl der dabei verletzten Personen auf den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Hohe Zahlen gibt es bei den Wildunfällen.

2,2 Prozent mehr Verkehrsunfälle

Der langfristige Trend von steigenden Verkehrsunfallzahlen hat auch 2017 angehalten. Insgesamt ereigneten sich im Regierungsbezirk Oberpfalz im vergangenen Jahr 35 984 Verkehrsunfälle (2016: 35 214). Der Anstieg um 2,2 Prozent entspricht einem neuen Höchststand im Langzeitvergleich über zehn Jahre.

Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2017 an. Foto: kht
Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2017 an. Foto: kht

Während sich die Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 3,8 Prozent auf nunmehr 4378 (2016: 4550) reduzierten, stiegen sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sachschaden und Anzeige (2017: 7899; 2016: 7535) als auch die Verkehrsunfälle im Kurzaufnahmeverfahren, die sogenannten Kleinunfälle, an (2017: 23 707; 2016: 23 129).

6017 Menschen bei Menschen verletzt

Auch bei den Unfallfolgen konnten Tiefstände verzeichnet werden. Mit 55 Verkehrstoten (2016: 80) kamen 31,3 Prozent weniger Personen ums Leben. Das ist ein neuer historischer Tiefstand seit Einführung der Statistik im Jahr 1954. Auch die Anzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen ging um 3,8 Prozent auf 6017 Personen zurück (2016: 6257), der niedrigste Wert im Langzeitvergleich.

Lesen Sie außerdem: Unfallserie auf der A3 – die Feuerwehr appelliert an die Verkehrsteilnehmer.

Maßgeblich für die Steigerung der Gesamtunfallzahlen sind ein neuerlicher Anstieg bei den Wildunfällen sowie die Entwicklung im Bereich der Verkehrsunfälle mit unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Mit insgesamt 9943 Wildunfällen waren 211 mehr zu verzeichnen als im Vorjahr. Bedenklich stimmt die Polizei der Anstieg bei den Verkehrsunfällen mit unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Deren Anzahl stieg um 4,1 Prozent auf 5963 (2016: 5728) an und stellt den Höchstwert im Langzeitvergleich über zehn Jahre dar.

Hier die Statistiken im Überblick:

Verkehrsunfälle

Getötete und Verletzte

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