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Sprachfrieden nach Rechtschreibreform

Hans Zehetmair sieht als Vorsitzender des Rates für deutsche Rechtschreibung langjährigen Streit um „Fuss oder Fuß“ beigelegt

Hans Zehetmair spricht in München während eines Festaktes. Foto: Matthias Schrader/Archiv
Hans Zehetmair spricht in München während eines Festaktes. Foto: Matthias Schrader/Archiv

München.Der langjährige Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair (79), sieht den Sprachfrieden zum Ende seiner Amtszeit wiederhergestellt. „Ich wurde in die Fluten gestürzt bei hoher See und rauem Gewässer“, sagte Zehetmair, dessen Amt als Ratsvorsitzender an diesem Wochenende an Josef Lange übergeht, in München. „Ich bin dankbar und rechne es – bescheiden gesagt – zu meinem Erfolg mit dem Gremium, dass wir aus diesen wirren und schwierigen Situationen jetzt doch in ruhige Gewässer gekommen sind.“

Der ehemalige CSU-Politiker Zehetmair stand dem Rechtschreibrat seit der Gründung des Gremiums im Jahr 2004 vor und gilt als „Mister Rechtschreibung“. Zum zehnjährigen Bestehen des Rates 2014 hatte er seinen Rückzug für Ende 2016 angekündigt.

Die Rechtschreibreform von 1996 hatte zu leidenschaftlichen Debatten geführt. Jahrelang tobte ein Streit um die richtige Schreibweise von Delfin oder Delphin, Fuss oder Fuß, Dampfschifffahrt oder Dampfschiffahrt. Der Rechtschreibrat sollte den „Sprachfrieden“ wiederherstellen. Am 24. Juni will der Rat Lange in Vaduz (Liechtenstein) zum neuen Vorsitzenden wählen.

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