MyMz

Waldbrand forderte die Einsatzkräfte

Retter konnten die Flammen an der Kreisgrenze zwischen Cham und Schwandorf löschen. Polizei geht von Brandstiftung aus.
Von Agnes Feuerer

Das Feuer mitten im Wald an der Landkreisgrenze zwischen Schwandorf und Cham war für die Einsatzkräfte nicht leicht zu finden. Fotos: Agnes Feuerer
Das Feuer mitten im Wald an der Landkreisgrenze zwischen Schwandorf und Cham war für die Einsatzkräfte nicht leicht zu finden. Fotos: Agnes Feuerer

Nittenau.Einem aufmerksamen Flugzeugführer ist es zu verdanken, dass ein – wohl absichtlich gelegter – Waldbrand am Freitag schnell entdeckt wurde und gelöscht werden konnte. Am Freitag gegen 16 Uhr wurden die Leitstelle von eben diesem Flugzeugführer informiert, dass in der Nähe der Ortschaft Haus bei Neubäu der Wald brennt. Sofort wurden die umliegenden Feuerwehren in Marsch gesetzt, doch das Auffinden des Brandes stellte sich als nicht ganz einfach heraus.

Genaue Einsatzstelle unklar

Bei der Meldung des Brandes hieß es „an der B 16 zwischen Haus und Neubäu“. Tatsächlich aber befand sich die Einsatzstelle circa zwei Kilometer im Wald, unmittelbar an der Grenze zwischen den Landkreisen Schwandorf und Cham. Da die Einsatzkräfte den Brand nicht finden konnten, stieg das Flugzeug noch einmal auf und lotste die Feuerwehren zum Brandherd. Mittlerweile war auch der zuständige Förster eingetroffen, der den Einsatzkräften ebenfalls behilflich war.

Feuer breitete sich aus

Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte insgesamt vier Brandnester mit offenem Feuer vor, das sich im trockenen Buchenlaub schnell ausbreitete. Nach Angaben der Kriminalpolizeiinspektion Amberg brannten insgesamt 4000 Quadratmeter Waldboden.

Kreisbrandmeister Norbert Mezei ließ von der Leitstelle weitere Feuerwehren alarmieren, da die Wasserbeschaffung mitten im Wald nicht ganz einfach war. Insgesamt 1000 Meter B- und C-Leitungen mussten gelegt werden, damit genügend Wasser zu den Brandnestern gebracht werden konnte. Gute Dienste leistete dabei auch ein Faltbehälter, der als Zwischenspeicher diente. Mittlerweile war auch ein Polizeihubschrauber eingetroffen, der über dem Einsatzort kreiste und die Feuerwehren am Boden dabei unterstützte, alle Glutnester zu finden.

Ein Faltbehälter diente als Zwischenspeicher für das Löschwasser.
Ein Faltbehälter diente als Zwischenspeicher für das Löschwasser.

Da anfangs nicht ganz klar war, ob sich die Einsatzstelle im Landkreis Schwandorf oder Cham befindet, wurde zuerst die Polizeiinspektion Roding informiert, die aber dann die Bearbeitung an die zuständige Polizeistation Nittenau weiter gegeben hat. Nach Angaben der Polizei ist bei diesem Waldbrand Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Deshalb wird die weiteren Ermittlungen die Kripo in Amberg übernehmen.

Insgesamt sieben Feuerwehren aus Walderbach, Reichenbach, Altenkreith, Mitterdorf, Dieberg, Kirchenrohrbach und Neubäu waren eingesetzt. Nach zweieinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte „Feuer aus“ melden.

Der Sachschaden liegt im dreistelligen Bereich. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen übernommen.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Schwandorf lesen Sie hier.

Waldbrand bei Neubäu

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht