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Die Museen im Landkreis Cham, Teil 1

Vom Zündholzmuseum bis zum Pfingstritt – hier stellen wir Ihnen die Vielzahl an Museen im Landkreis Cham vor.

  • Pfingstrittmuseum
  • Grenzlandmuseum
  • Zündholzmuseum
  • Wallfahrtsmuseum
  • Schulmuseum
  • Landestormuseum

Das Wallfahrtsmuseum

Die Wallfahrt zur Madonna von Neukirchen beim Hl. Blut zählt zu den bedeutendsten in Bayern. Aus dem Schätzen des Archivs der Wallfahrtskirche wurde 1992 im Pflegschloss das Museum eingerichtet. Zu sehen sind hier viele Exponate der Volksfrömmigkeit – von den Rosenkränzen bis zur Hinterglasmalerei. Derzeit ist auch historisches Holzspielzeug zu sehen. 2006 wurde das Haus zum „MZ-Museum des Jahres“ gekürt. Extra am Museumstag: Ausstellung „Klara Wartner“, Schatzsuche für Kinder, Eintritt frei. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr. Marktplatz 10, Tel. (09947) 9408-23.

Das Pfingstritt-Museum

Der Pfingstritt zu Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas und geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück: Im Dorfe Steinbühl, etwa sieben Kilometer von Kötzting entfernt, lag ein Mann im Sterben und benötigte die Sakramente. Der Pfarrer bat zum Schutz die Kötztinger Burschen um Geleit. Nach glücklicher Rückkehr wurde gelobt, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. Das Museum hat 1996 in der Kirchenburg seine Pforten geöffnet. Extra am Museumstag: Eintritt frei. Museumsrätsel für Kinder. Kötzting, Herrenstraße 11, Tel. (0 99 41) 602-134. Öffnungszeiten: An Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.

Das Grenzland-Museum

Die Grenzsituation Waldmünchens zu Tschechien beleuchtet in der Stadt ein eigenes Museum. Ob Grenzverkehr und Handel oder Krieg und Feindschaft: die Entwicklung der Kommune war davon immer stark beeinflusst. Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Pandurenobristen Franz Seraph Freiherr von der Trenck, einer zentralen Figur im österreichischen Erbfolgekrieg. Extra am Museumstag: Eintritt frei. 14 Uhr: Preisverleihung „Waldmünchener Heimatboten 2009“. Museumsquiz. 14, 15 und 16 Uhr Führungen. Ausschank im Museumshof. Schlosshof 4, Tel. (099 72) 307-0. Öffnungszeiten: Dienstags, samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Das Schulmuseum Fronau

Ein Waldlerhaus diente bis 1851 als Schulhaus in Fronau – der Landkreis Cham hat dort 1981 ein Schulmuseum eingerichtet. Der schlichte Schulsaal (Bild) dokumentiert die Bildungslage in der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert. Auch die Situation der Lehrer war damals noch ganz anders: Die Wohnung war unter dem Dach. Die Schusterwerkstatt im gleichen Haus macht anschaulich, dass das Lehrersalär damals nicht zum Leben reichte und einen Nebenberuf erforderte.

Extra am Museumstag. Eintritt frei. Um 14 und 16 Uhr finden Führungen für die Besucher statt. Roding, Kirchplatz, Tel. (09465) 344. Öffnungszeiten: Sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Das Zündholzmuseum

Das Zündholz war billiges Massenprodukt des Industriezeitalters. Ein Schwerpunkt der Produktion lag im Bayerischen Wald. Grafenwiesen informiert in einem Spezialmuseum über die Geschichte dieser Holzverarbeitung. Zu sehen ist dort auch eine Sammlung von Zündholz-Behältern. Wechselnde Ausstellungen zeigen die Vielfalt der Zündholzschachteln, den „kleinsten Werbeplakaten der Welt“, zurzeit stehen tschechischen Etiketten im Fokus. Am Museumstag: Eintritt frei, 14 und 15 Uhr Führung. Museumsrätsel für Kinder. Schönbuchenerstraße 31, Tel. (09941) 940317. Geöffnet: Mittwoch, Donnerstag sowie sonn- und feiertags, 14 bis 16 Uhr.

Das Klöppelmuseum

Die Geschichte des Spitzenklöppelns im Oberpfälzer Grenzland ist eng mit Tiefenbach verknüpft und wird im Museum umfassend dokumentiert. Im Ort hatte der bayerische Staat 1907 eine Fachschule zur Ausbildung von Frauen und Mädchen im Spitzenklöppeln eingerichtet. Die feinen Handarbeiten aus der Region waren sehr bekannt. Extra am Museumstag: Schauklöppeln und die Ausstellung „Spitzenkrägen“. Der Eintritt ist frei. Tiefenbach, Hauptstraße 33, Tel. (0 96 73) 9221-0. Geöffnet: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat von 13 bis 16 Uhr – das gilt auch am Museumstag.

Das Landestormuseum

Das Landestormuseum kann auf die längste Tradition im Landkreis Cham zurückblicken. 1922 als Heimatmuseum gegründet, beherbergt es heute in verschiedenen Trakten mehrere Abteilungen, die mit einer Fülle von Schätzen das wechselvolle Leben in der Grenzstadt widerspiegeln.

Im Turm und dem angrenzenden Spitalgebäude wird die Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte, zur Geschichte von Stadt und Landesgrenze, zu Handwerk, religiöser Volkskunst sowie zu bäuerlichem und bürgerlichem Leben gezeigt.

Der Drachenstich, das älteste deutsche Volksschauspiel, wird im „Ersten Deutschen Drachenmuseum“ beleuchtet. Hier kann auch der 19 Meter lange und neun Tonnen schwere Festspieldrache bestaunt werden. Seit 1979 beherbergt das Gebäude in vier Räumen zudem das Museum des Heimatkreises Bischofteinitz. Zudem gibt es auch noch eine Abteilung „Glas und Glasstraße“ mit einem 2005 eröffneten Kinder-Erlebnisbereich. Viele gute Gründe also, den Weg nach Furth einzuschlagen.

Extra am Museumstag: ermäßigter Eintritt. Öffnungszeiten: von April bis Oktober täglich außer Montag von 10.15 bis 16.45 Uhr. Furth im Wald, Schlossplatz 4, Tel. (09973) 8 02 585.

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