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MZ-Serie

Das Leben ist „Ansichtssache“

In unserer neuen Video-Porträtreihe erzählen Menschen aus der Region, wie sie auf das Leben blicken. Zu jedem Film gibt es Informationen in Echtzeit.
Von Andrea Fiedler, MZ

Die Porträtreihe startet mit der Schwandorferin Irene Maria Sturm. Foto: Screenshot

Regensburg.Jeder kann eine Geschichte erzählen. In unserer neuen Video-Porträtreihe haben Leute aus der Region und ganz Bayern die Gelegenheit dazu. „Ansichtssache“ heißt das multimediale Format auf www.mittelbayerische.de/ansichtssache, in dem Menschen verraten, wie sie die Welt sehen. Vom Fotografen bis zum Travestiekünstler, vom Musiker bis zum Platzwart. Sie alle haben Ecken und Kanten und blicken auf ihre Weise auf das Leben. Für die Serie haben wir Protagonisten gefunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie sind jung oder alt. Unter ihnen sind Menschen, die in der Region bereits bekannt sind. Und andere, die es erst kennenzulernen gilt.

Irene Maria Sturm lebte den Widerstand

Zum Start der neuen Reihe haben wir die Schwandorferin Irene Maria Sturm begleitet. Für die Umwelt bleibt die 60-Jährige ihren Prinzipien treu. In der „Ansichtssache“ erzählt sie, wie sie gegen eine WAA in Wackersdorf kämpfte. Fast 30 Jahre ist es her, dass die Baupläne für eine atomare Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz weltweit für Schlagzeilen sorgten. Es ist eines der umkämpftesten, teuersten und schließlich gescheiterten Industrieprojekte in der deutschen Geschichte. Die Bevölkerung wehrte sich gegen das At0mprojekt. Bei den heftigen Protesten wurden Hunderte verletzt, drei Menschen starben.

„Unglaublich, was an diesem Ort passiert ist“, sagt Irene Maria Sturm in unserem Interview. Für die Video-Porträtreihe ist sie mit uns noch einmal über das Gelände in Wackersdorf gelaufen. Sie ließ die Geschichte noch einmal lebendig werden, obwohl der Stacheldraht längst verschwunden ist. 1981 gründet sich eine Bürgerinitiative gegen die Wiederaufbereitungsanlage. Sturm trat ihr bei, kümmerte sich später im Anti-WAA-Büro um die Pressearbeit. Das ganze Leben habe sich nur um den Widerstand gedreht, erzählt sie. Sie erinnert sich an gewaltsame Auseinandersetzungen, an ihre höllische Angst, an Szenen wie im Krieg.

In unseren nächsten Teilen stellen wir unter anderem Alexander Karrasch, den Frontmann der Band Lokomotive Blokschoij, und Helmut Beer, den ehemaligen Platzwart vom Freien TuS Regensburg vor.

Informationen in Echtzeit

Jedes Videoporträt, das im Internet veröffentlicht wird, enthält weiterführende Informationen. Sie erscheinen – während der Film läuft – unter dem Videokästchen. Es sind Links zu Artikeln über die Person oder zu Themen, die im Beitrag vorkommen. Außerdem gibt es an passenden Stellen im Film, in Echtzeit sozusagen, mehr Wissenswertes zum Menschen. Wer noch mehr über ein Thema erfahren will, entdeckt Verknüpfungen zu anderen Internetseiten oder Erklärungen aus Wikipedia. Die Beiträge zur neuen Porträtreihe verweisen außerdem auf die sozialen Netzwerke – auf Facebook und Twitter. Und über Google News gibt es zu Schlüsselwörtern die neuesten Nachrichten auf einen Blick.

Bei jedem Klick auf eine weiterführende Echtzeit-Information stoppt das Video. Es bleibt Zeit, die Fakten aufzunehmen. Jeder User startet den Film erst dann wieder, wenn er dazu bereit ist. Alle Personen werden außerdem in einem Artikel vorgestellt, den es auf www.mittelbayerische.de – und in der Mittelbayerischen Zeitung – zu lesen gibt.

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