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WAA: Ein Preis für starke Berichte

Die Berichterstattung der Mittelbayerischen zur WAA-Zeit wurde 1989 mit dem Joseph-E.-Drexel-Preis ausgezeichnet.
Von Jana Wolf

Auf Anweisung des Amtsgerichts Regensburg wurden im Jahr 1988 MZ-Redaktionsräume durchsucht. Foto: Winter
Auf Anweisung des Amtsgerichts Regensburg wurden im Jahr 1988 MZ-Redaktionsräume durchsucht. Foto: Winter

Regensburg.Nach Jahren schwieriger Außeneinsätze am WAA-Bauzaun, Recherchen unter CS-Gas-Wolken und Konflikten inner- und außerhalb der Redaktion kam im November 1989 die gute Nachricht für die Journalisten der Mittelbayerischen Zeitung: Ihre Berichterstattung über die Ereignisse von Wackersdorf wurde mit dem Joseph-E.-Drexel-Preis gewürdigt. Die Auszeichnung richtete sich explizit nicht an einzelne Personen, sondern die gemeinsame Arbeit von Redakteuren, Fotografen und freien Journalisten. In der Begründung der Preisjury wurden die „souveräne Art der Stoffbehandlung“, die „lebensnahe Sprache“ und der „richtige Einsatz des Bildes als Beweisstück“ gelobt. Den MZ-Journalisten sei es gelungen, die „geschichtsbildende Kraft solcher Ereignisse“ und deren große gesellschaftliche Bedeutung darzustellen, so die Jury.

Die Auszeichnung ist nach dem Gründer der Nürnberger Nachrichten Joseph Eduard Drexel benannt. Wie MZ-Gründer Karl Friedrich Esser erhielt auch Drexel im Jahr 1945 von der amerikanischen Militärregierung in Bayern die Lizenz für einen Zeitungsverlag. Die von Drexel gegründete Stiftung verlieh den Journalistenpreis für hervorragende journalistische Leistungen. Der Preis war mit 30 000 Mark dotiert und wurde im Jahr 1989 je zur Hälfte an das MZ-Team und die Fotografin Isolde Ohlbaum verliehen.

Die Mittelbayerische widmet der WAA-Zeit eine Podiumsdiskussion. Unter dem Titel „30 Jahre nach dem WAAhnsinn – Was von Wackersdorf bleibt“ blicken wir zurück – und nach vorne:

MZ-Podiumsdiskussion zur WAA-Zeit

Das Jahr 1988 markiert den Anfang vom Ende der WAA. In einem großen Feature fragen wir Peter Gauweiler, Hans Schuierer und andere: Wie weit darf Protest gehen?

Weitere Hintergründe, Interviews, Bildergalerien und Videos finden Sie hier in unserem MZ-Spezial zur WAA-Zeit!

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