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Ordner sollen Gedränge eindämmen

Die Verantwortlichen haben weiter am Sicherheitskonzept für das Oktoberfest gefeilt. Ein Ordnungsdienst soll für Sicherheit sorgen.

Hunderte Polizeibeamte und mehr als 1000 Ordner haben zwei harte Wochen vor sich.

München. Ein neu strukturierter Ordnungsdienst soll die Besuchermassen auf dem Münchner Oktoberfest in sicheren Bahnen lenken. Ein zentraler Ordnungsdienstleiter solle den Überblick behalten und notfalls den insgesamt 1000 Ordnern der Bierzelte Anweisungen geben, wenn in den Gassen das Gedränge zu groß wird, berichtete Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle am Dienstag. Sechs Millionen Besucher werden von Samstag an bis zum 3. Oktober auf dem größten Volksfest der Welt erwartet. Teilweise drängen sich 400 000 Menschen auf der Theresienwiese.

Erstmals umgeben fast 200 Hochsicherheitspoller das Festgelände. Damit soll verhindert werden, dass mögliche Terroristen mit dem Auto die Sicherheitssperren durchbrechen. „Anders als vor zwei Jahren gibt es aktuell keine konkreten Hinweise auf einen Terroranschlag oder ähnliche Bedrohungen während des Oktoberfests“, betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Damals waren Drohungen des Terrornetzwerkes Al-Kaida gegen Deutschland mitten in die Wiesnzeit geplatzt. Mit Müllautos und Betonkübeln verrammelten die Sicherheitskräfte provisorisch die Zufahrten. Schon damals wurden drei Sperrgürtel gezogen, die beibehalten wurden. Die Straßen rund um das Gelände sind für den Verkehr gesperrt, auch Taxen können nicht direkt heranfahren.

Gefahren sollen frühzeitig erkannt werden

Rund 300 Beamte werden heuer auf dem Festgelände unterwegs sein und bis zu 200 weitere im Umkreis. Auch einige Beamte aus Italien und Frankreich helfen mit. „Wir wissen, dass die sichtbare Präsenz der Polizei ganz wichtig ist“, sagte Hermann. Sie diene dazu, die Sicherheit aufrecht zu halten und vermittle den Besuchern das Gefühl: „Hier bin ich gut aufgehoben.“

17 Videokameras sollen beim frühzeitigen Erkennen von Gefahren helfen. Vorsorglich erhielten schon mehr als 75 potenzielle Schläger und Taschendiebe ein Betretungsverbot, berichtete der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp. Kommen sie trotzdem zur Wiesn, droht ihnen Gewahrsam. Erstmals sollen auch ausländische Straftäter gar nicht erst auf die Wiesn kommen dürfen. Drei französische und ein italienischer Maßkrugschläger sind dabei im Visier.

Die Polizei werde gegen Kriminelle hart durchgreifen. „Wir werden denen, die sich nicht an die Spielregeln halt en, früh die Rote Karte zeigen“, warnte Kopp. „Die Wiesn ist ein Volksfest und keine Kampfarena.“ Die Sicherheitskräfte hätten sich ein Jahr vorbereitet. „Mittlerweile ist die Wiesn ein polizeiliches Ganzjahresgeschäft. Die erste Besprechung war schon während der laufenden Wiesn des Vorjahres.“

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