MyMz

Bilanz

Regionale Energie im Fokus

Der BUND Naturschutz zieht seine Ökobilanz für das Jubiläumsjahr 2013 – symbolisch zum Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima.

Nicht nur Hochspannungsleitungen, sondern auch Windräder haben Feinde: Was hier so romantisch aussieht, bezeichnet manch einer als „Verspargelung der Landschaft“.Foto: dpa

Regensburg.In der Landesstelle des BUND Naturschutz in Regensburg hängen zwischen grünen Stellwänden und grünen Regalen mit allerlei grünen Ordnern und Büchern Plakate, auf denen in großen weißen Buchstaben „100 Jahre“ steht. Davor sitzen Reimund Schoberer, Prof. Dr. Hubert Weiger, Helmut Schultheiß und Richard Mergner und ziehen die Bilanz des Jubiläumsjahrs 2013. Symbolisch zum Jahrestag des Reaktorunglücks Fukushima.

Grüne Auen, weite Wälder, wilde Flüsse – das war, ist und soll auch in Zukunft das sein, was die Oberpfalz auszeichnet. Dafür setzt sich der BUND Naturschutz ein, durch Aktionen, Demonstrationen und Aufklärung. Für den 1913 gegründeten Verein war das vergangene Jahr ein äußerst erfolgreiches, so Landesvorsitzender Hubert Weiger. Mit dem größten Mitgliederzuwachs in seiner Geschichte auf 208 000 Unterstützer.

Umstrittenes Hauptthema war 2013 und wird auch 2014 wieder die Energiewende sein. Dabei steht der BUND vor allem für regionale Energie aus erneuerbaren Quellen. Das bedeutet aber auch weite Felder aus Photovoltaik-Platten, Mais für die Biogasanlagen und Windräder, die wie Stecknadeln in die Landschaft gepflanzt werden sollen. Sie hätten selbst Mitglieder, die gegen die Windkraftanlagen seien, sagt Regionalreferent Helmut Schultheiß: „Wir werden in Bayern nicht nur geliebt“. Doch sollten sich die Windkraftgegner auch den Konsequenzen bewusst sein, in Form einer nicht sehr naturschmeichelnder Höchstspannungsleitung, die droht, sollte man sich nicht für eigene, lokale Energiegewinnung einsetzen.

Obwohl Regensburg selbst nicht gerade als natürliches Biotop gilt, bringt das Jahr 2014 auch dort einigen Handlungsbedarf mit sich. Die Pläne eines Kongresszentrums und Hotels RKK auf einer Grünfläche in der Nähe des Bahnhofs und einer Leichtathletikhalle im Bereich der Schillerwiese bieten ebenso umstrittenen Diskussionsstoff, wie ein ökologischer Hochwasserschutz für die Donau. „Wir bleiben dran“, sagt Helmut Schultheiß. (mda)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht