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Weltkulturerbe

Unesco-Titel für den Donau-Limes?

Der bayerische Teil des Donau-Limes ist in die deutsche Vorschlags-Liste für das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden.

Die Donau bei Pondorf (Landkreis Straubing-Bogen) – der bayerische und österreichische Donau-Limes soll nach Wunsch Bayerns und Österreichs die Unesco-Auszeichnung als Weltkulturerbe erhalten.
Die Donau bei Pondorf (Landkreis Straubing-Bogen) – der bayerische und österreichische Donau-Limes soll nach Wunsch Bayerns und Österreichs die Unesco-Auszeichnung als Weltkulturerbe erhalten. Foto: dpa

München.Gemeinsam mit Österreich strebt das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in München eine Erweiterung der Welterbestätte „Grenzen des römischen Reichs“ um den Donau-Limes an. Aus diesem Grund freut sich Kunststaatssekretär Bernd Silber darüber, dass mit der Aufnahme des bayerischen Teils des Donau-Limes in die deutsche Vorschlagsliste der erste wichtige Schritt in Richtung Unesco-Weltkulturerbe gemacht sei.

Das Kunstministerium hat nach Zustimmung der beteiligten Kommunen einen entsprechenden Antrag an die deutsche Kultusministerkonferenz (KMK) gegeben. Nach den Vorgaben der Unesco müssen die geplanten Nominierungen zunächst in eine nationale Vorschlagsliste eingetragen werden. In Deutschland wird diese von der KMK geführt.

Unterstützung durch die beteiligten Kommunen

„Ich freue mich sehr, dass die beteiligten Kommunen uns ihre Unterstützung bei diesem Vorhaben signalisiert haben“, sagte Kunststaatssekretär Sibler. Deren Engagement sei eine wichtige Voraussetzung für alle Bemühungen, den bayerischen Abschnitt des Donau-Limes als Welterbestätte anerkennen zu lassen. Für Sibler liege in der Bewerbung eine Chance, eine international angesehene und begehrte Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen. Der Donau-Limes wäre bei einer erfolgreichen Nominierung die erste Welterbestätte, die überwiegend in Niederbayern liegt.

Antragstellung bei der Unesco für 2017 geplant

Der Antrag auf eine Aufnahme des Donau-Limes bei der Unesco als Bestandteil dieser transnationalen seriellen Welterbestätte wird unter der Federführung Österreichs erfolgen, das den dortigen Abschnitt des Donaulimes ebenfalls eintragen lassen möchte. Österreich plant, den Antrag bis 2017 vorzulegen, damit das Welterbekomitee der Unesco im Juni 2018 über eine Anerkennung der bayerischen und österreichischen Bestandteile des Donau-Limes entscheiden kann.

Der Donau-Limes erstreckt sich in Bayern von Eining im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau und führt dann weiter bis zur Donaumündung in Rumänien. Der Name kann irreführend sein: Beim Donau-Limes handelt es sich nicht um einen Wall oder eine Mauer – die Donau selbst stellte die natürliche Grenze dar. In Deutschland ist bisher nur der Obergermanisch-Raetische Limes von Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz über Baden-Württemberg bis kurz vor Regensburg bei Hienheim an der Donau zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden. Gemeinsam mit dem Hadrians- und dem Antoniuswall in Großbritannien bildet dieser Limes die Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reichs“.

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