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Hochschule

Uni Regensburg feiert ihr „Urgestein“

Beim Festakt zum 80. Geburtstag würdigten die Universitätsleitung und Wegbegleiter die Verdienste des langjährigen Rektors Prof. Dr. Helmut Altner.
Von Louisa Knobloch, MZ

  • Präsident Prof. Dr. Udo Hebel überreichte Altrektor Prof. Dr. Helmut Altner (l.) einen Ausstellungsband zu Albrecht Altdorfer. Foto: Knobloch
  • Zum Festakt für Prof. Dr. Helmut Altner waren auch Dr. Gerhard Teufel (r.) und der ehemalige Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (2.v.r.) gekommen. Foto: Knobloch
  • Mit Ramona Greiner, Dr. Claudia Doblinger und Dr. Kewir Nyuyki gaben drei Absolventinnen der Elitestudiengänge Einblick in ihre Arbeit. Foto: Knobloch
  • Prof. Dr. Helmut Altner war von 1989 bis 2001 Rektor der Universität Regensburg. 2014 feiert er seinen 80. Geburtstag. Foto: Knobloch

Regensburg.Der Jubilar war wie stets bescheiden: Eigentlich habe er seinen 80. Geburtstag in aller Stille begehen wollen, sagte Prof. Dr. Helmut Altner. Stattdessen freute er sich am Donnerstagabend über eine „fulminante Feier“. Die Universität Regensburg würdigte ihren Altrektor mit einem Festakt, zu dem über 100 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Kirche gekommen waren. 1968 hatte der Biologe Altner einen Ruf an die neu gegründete Uni Regensburg angenommen, von 1989 bis 2001 leitete er sie als Rektor – es war die längste Amtszeit aller bisherigen Rektoren und Präsidenten, wie Amtsinhaber Prof. Dr. Udo Hebel betonte. Dabei hätte es ganz anders kommen können: 1989 hatte Altner ein Angebot, die Leitung des Münchner Helmholtz-Zentrums für Gesundheit und Umwelt zu übernehmen. Seine Entscheidung, in Regensburg zu bleiben, habe er nie bereut, so Altner.

Als Rektor habe er wichtige Anstöße für die Entwicklung der Universität gegeben und etwa die Internationalisierung vorangetrieben, betonte Hebel. Altner sei ein Wissenschaftsmanager im besten Sinne gewesen, der sich mit Hingabe und Begeisterung für den universitären Gedanken eingesetzt habe. Die größte Herausforderung von Altners Amtszeit sei der Aufbau des Universitätsklinikums gewesen.

Der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister Hans Zehetmair würdigte in seiner Laudatio Altners Verdienste. Auch ihm sei es zu verdanken, dass die Universität Regensburg zu einem Motor für die Region geworden sei. Trotz einer Reihe von Rufen sei Altner in Regensburg geblieben und habe hier für die Region gewirkt.

Auch für die Elitenförderung setzte Altner sich ein: Zehn Jahre lang, von 1993 bis 2003, war er Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Der damalige Generalsekretär Dr. Gerhard Teufel würdigte ihn als glänzenden Moderator und mutigen Entscheider. So hätte Altner die Förderung auf die Fachhochschulen ausgedehnt. Altner gehört auch zu den vier Gründervätern des Elitenetzwerks Bayern. Bei dem Festakt am Donnerstag stellten mit Dr. Kewir Nyuyki, Dr. Claudia Doblinger und Ramona Greiner drei Absolventinnen von Regensburger Elitestudiengängen Auszüge aus ihren wissenschaftlichen Arbeiten vor.

Einer der Gäste, ein langjähriger Mitarbeiter der Universität, lobte Altner als „Bilderbuchrektor“. Er habe es verstanden, die Natur- und Geisteswissenschaften „auf vollkommendste Weise zu verbinden“. Altner habe zudem stets als Vorbild gelebt – dazu passe auch, dass er 1994 mit seinem Privatvermögen die Universitätsstiftung Pro Arte gegründet habe. Altner freute sich besonders darüber, dass die Feier vom Bläserquintett der Univerität unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Graham Buckland umrahmt wurde. Dieser präsentierte zum Abschluss eine ganz besondere Version von Beethovens „Für Elise“ mit integriertem Geburtstagsständchen.

Dem „Urgestein der Universität Regensburg“ gratulierte Hebel mit einem Ausstellungsband über Albrecht Altdorfer, Altner selbst überreichte im Gegenzug eine Schrift von Schleiermacher als Erstausgabe.

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