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Gewitter

Unwetter richten Schäden in Bayern an

In der Nacht zum Dienstag zogen schwere Gewitter über Teile Bayerns. In der Oberpfalz verzeichnete die Polizei relativ wenige Einsätze.

Ein Blitz zuckt durch den Nachthimmel. Foto: dpa/Archiv

Regensburg. In der Nacht zum Dienstag haben schwere Gewitter in Teilen Bayerns Schäden angerichtet. Landesweit rückten die Einsatzkräfte mehr als 200 Mal aus, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Bäume stürzten auf Fahrbahnen und Zuggleise, Keller liefen voller Wasser und Blitzeinschläge setzten Häuser und Scheunen in Brand. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Unterdessen warnt der Deutsche Wetterdienst in München weiterhin vor Waldbränden in Nordbayern.

In Heldenstein im Landkreis Mühldorf am Inn geriet ein Bauernhof womöglich durch einen Blitzeinschlag in Brand, wie die Polizei mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr versuchte die Tiere aus einem Stall zu retten. Der Schaden könnte Schätzungen zufolge bei etwa einer halben Million Euro liegen.

In Pförring schlug der Blitz in ein Haus ein

In Pförring im Landkreis Eichstätt schlug ein Blitz in einen Dachstuhl ein, wie ein Polizeisprecher sagte. Es entstand ein Schaden von etwa 150.000 Euro. In Forchheim in Oberfranken setzte ein Blitzschlag den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand und richtete einen Schaden in Höhe von 150.000 Euro an.

Auch in Niederbayern blitzte es: In Drachselsried wurde das komplette Obergeschoss eines Wohnhauses durch einen Blitzeinschlag verwüstet. Unter anderem wurden den Angaben der Polizei zufolge fast alle Deckenverkleidungen herunter gesprengt. Die Elektronik der umliegenden Häuser wurde ebenfalls beschädigt. Es entstand ein Schaden von bis zu 100.000 Euro.

Wenig Einsätze in der Oberpfalz

In der Oberpfalz verursachte die Unwetterfront laut Angaben der Polizei vergleichsweise wenig Einsätze. In Schierling wurde ein Keller überflutet. In Pirkensee und Maxhütte-Haidhof liefen zwei weitere Keller voll. In Falkenstein wurden mehrere Kanaldeckel durch das Wasser hochgehoben. Außerdem kam es zu mehreren Falschalarmierungen im Stadtgebiet Regensburg. Ursache dürfte auch hier das Wetter sein. In der Friedrich-Viehbacher-Allee in Regensburg brannte bei einem Einkaufszentrum eine Holzpalette mit Lebensmittel und Zeitungen. Die Ursache ist derzeit unbekannt. Vorsorglich hat die Kriminalpolizei Regensburg die Ermittlungen übernommen.

In Oberbayern, Niederbayern und in Schwaben liefen zudem Keller voll, einige Bäume stürzten um und mehrere Kanaldeckel wurden von den Wassermassen aus ihren Verankerungen gedrückt.

Auch bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu Behinderungen und Verspätungen. Wie ein Sprecher auf Anfrage sagte, waren um München fünf Zugstrecken durch herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume auf Oberleitungen und Gleise teilweise blockiert. Auf der S-Bahnstrecke S8 kam es wegen eines Blitzeinschlags zu einer Signalstörung.

Derweil kam die Region Franken glimpflich davon. In Oberfranken hätte sich die Polizei wegen der anhaltenden Waldbrandgefahr sogar mehr Niederschlag gewünscht. „Wir brauchen dringend Regen“, sagte dort eine Sprecherin.

(dapd, ct)

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