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Bei „GZSZ“ ist kein Ende in Sicht

Die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ hat nach rund 22 Jahren eine große Fangemeinde. Frischer Wind soll dafür sorgen, dass es dabei bleibt.
Interview: Marion van der Kraats, dpa

  • Janina Uhse (2. v. l) und Lena Ehlers (l.) spielen bei Dreharbeiten einer neuen Folge der RTL-Soap „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ in Potsdam (Brandenburg) eine Szene. Foto: dpa
  • Der Produzent der Dauerbrenner-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“: Guido Reinhardt blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: UFA Serial Drama/dpa

Potsdam.„GZSZ“ – diese Abkürzung kennt fast jedes Kind. Schließlich läuft die Serie „Gute Zeiten, schlechten Zeiten“ ja auch schon seit mehr als 20 Jahren im Fernsehen. Bekannte Gesichter verschwinden, neue Schauspieler kommen. Beim RTL-Dauerbrenner „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ hat sich in den vergangenen Monaten einiges bewegt. Von diesem Dienstag an (1. Juli) gibt es einen neuen Vorspann, und die Band Glasperlenspiel hat den Titelsong neu interpretiert.

Der Vorspann des RTL-Dauerbrenners „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ rückt Berlin künftig in den Mittelpunkt. Zum Start vor rund 22 Jahren spielte „GZSZ“ noch in einer namenlosen Metropole, in den vergangenen Jahren wurde die Serie in die Hauptstadt verlegt. „Der Look der Serie an sich hat sich weiterentwickelt. Wir fanden, da war es auch Zeit für einen neuen Vorspann“, sagt Produzent Guido Reinhardt im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Reinhardt ist bei der UFA Serial Drama GmbH als Chief Creative Officer und Produzent gesamtverantwortlich für die Inhalte und Entwicklungen von TV-Serien. Er wurde 1967 im Rheinland geboren und absolvierte eine Schauspielausbildung in Köln.

Die Serie wurde im Laufe der Jahre von einer namenlosen Großstadt nach Berlin verlegt. Das zeigt nun auch der Vorspann. Warum erst jetzt?

„Wir sind jetzt da angekommen, worauf wir seit etwa 2005 hingearbeitet haben. Zu Beginn spielte „GZSZ“ in einer namenlosen Metropole. Wir haben früh erkannt, dass Berlin international ist und viel Potenzial hat. Darum haben wir die Handlung immer mehr in die Hauptstadt verlegt. Für unser Publikum, das eher in kleineren Städten lebt, ist es in gewisser Weise ein Sehnsuchtsort. Ein Ort, der laut, schräg und bunt ist. Das ist für uns eine schöne Projektionsfläche. Mit dem neuen Vorspann und mit modernen Großstadtattributen schließt sich der Kreis.“

Stichwort „schräg“ – manche Figuren und Storys wirken sehr exzentrisch. Haben Sie keine Sorge, dass da Zuschauer aussteigen?

„Wir brauchen ein gewisses Spannungsfeld. Da gehört dann auch der Freak-Typ dazu für gewisse Publikumsgruppen. Es gibt nicht mehr die eine Geschichte für alle Zuschauer. Die Sehmotivation des Publikums ist sehr unterschiedlich. Darum muss ich differenzieren und mehrere Geschichten anbieten. Dabei muss ich natürlich genau beobachten, wie viel das Publikum von der einen oder anderen Richtung erträgt. Uns hilft dabei seit etwa zehn Jahren eine sehr detaillierte Markenanalyse.“

Sie sind also mit durchschnittlich über drei Millionen Zuschauern zufrieden?

„Das sind sehr gute Zahlen. Mit den früheren Quoten ist das ohnehin nicht mehr vergleichbar, weil sich die Fernseh- und Medienlandschaft völlig geändert hat. Aber wir haben eine sehr schöne Dachmarke und halten uns gegen Trend.“

Also ist auch nach bald 5555 Folgen kein Ende in Sicht?

„Nein. Ich denke, dass wir noch mal so viele Folgen schaffen. Wie das Format dann aussieht, kann ich zwar nicht sagen - aber es geht weiter. Die 20-Jährigen vom Serienstart sind die heute 40-Jährigen. Wir begleiten sie gerne weiter bis in die Rente.“

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