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Echo-Musikpreis

Beirat prüft das Frei.Wild-Album „Still“

Die Nominierung der politisch umstrittenen Band Frei.Wild brachte dem Echo Schlagzeilen. Nun soll ein unabhängiger Beirat beim Musikpreis mitwirken.

Die Band Frei.Wild protestierte im März vergangenen Jahres öffentlich gegen ihren Ausschluss von der Echo-Verleihung. Foto: dpa

Berlin.Nach der Debatte um die politisch umstrittene Band Frei.Wild werden die Regeln beim Musikpreis Echo um einen Beirat erweitert. Das unabhängig besetzte Gremium soll in Zweifelsfällen bei der Nominierung beziehungsweise Auszeichnung von Künstlern eingeschaltet werden können. So befasst sich der Beirat mit dem aktuellen Album „Still“ der Südtiroler Band, teilten die Echo-Veranstalter am Freitag in Berlin mit.

Der Hintergrund: Frei.Wild ware nach Protesten 2013 von der Nominierungsliste für den Echo gestrichen worden. Mitbewerber hatten der Gruppe eine Nähe zur rechten Szene unterstellt und mit Boykott gedroht. Die Band hat extremistische Tendenzen bestritten.

Zum neuen Beirat des Echo meinte Frei.Wild am Freitag: „Diese erneute Regeländerung bewirkt, dass die demokratische Ausrichtung des Musikpreises schlichtweg nicht mehr existent ist und auch schon letztes Jahr nicht war.“ Die Band lasse sich überraschen. „Still“ habe jedenfalls alle Voraussetzungen, nominiert zu werden und eventuell sogar zu gewinnen. „Fakt ist, dass unsere Texte sowie alles an dieser Band die Prüfung dieses Beirats mit lockerer Leichtigkeit bestehen dürften (...).“

Der Echo würdigt die erfolgreichsten Musiker eines Jahrgangs. Für die Nominierung spielen die Charterfolge eine Rolle, bei der Auszeichnung entscheidet auch eine Jury mit, wie die Veranstalter erklärten. Der deutsche Musikpreis wird am 27. März in der Berliner Messe verliehen. (dpa)

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