MyMz

Oberpfalz

Der Bezirkstag wird etwas bunter

CSU erobert alle acht Direktmandate. Im neuen Gremium sind jetzt auch die ÖDP und die Bayernpartei vertreten. Die SPD gibt einen Sitz ab.
Von Reinhold Willfurth, MZ

Auch der bisherige Bezirkstagspräsident Franz Löffler (CSU) schaffte mit 56,4 Prozent im Stimmkreis Cham den direkten Wiedereinzug in den Bezirkstag. Foto: Sass

REGENSBURG. In dem um einen Sitz geschrumpften Oberpfälzer Bezirkstag dominiert wieder die CSU. Den Christsozialen war der Sieg in den acht Stimmbezirken nicht zu nehmen. Neben Franz Löffler sitzen Lothar Höher, Dr. Thomas Brandl, Toni Dutz Thomas Gabler, Albert Löhner, Martin Preuß und Johann Renter für die CSU im neuen Bezirkstag.

Für die SPD ziehen Richard Gaßner, Volker Liedtke und Bezirkstagsvizepräsident Norbert Hartl wieder ins Oberpfälzer Parlament ein. Die Sozialdemokraten mussten bei der diesjährigen Wahl einen Sitz abgeben.

Die Freien Wähler entsenden mit Thomas Thumann (Neumarkt) und Karin Bucher (Cham) zwei Vertreter in das Gremium. Die Grünen sind mit Gabriele Bayer (Postbauer-Heng) vertreten.

Bayernpartei zum dritten mal dabei

Neu im Bezirkstag ist die Ökologisch-demokratische Partei (ÖDP). Für sie zieht der Regensburger Joachim Graf erstmals ins Parlament. Und Werner Suttner aus Pfatter (Kreis Regensburg) darf die Farben der Bayernpartei vertreten. Von 1954 bis 1958 war die Bayernpartei schon einmal mit zwei, 1958 bis 1962 mit einem Bezirksrat dabei.

Der FDP ging es in der Oberpfalz so wie bei den Landtagswahlen: Bislang mit Gabriele Opitz im Bezirksparlament vertreten, gingen die Freien Demokraten bei der Wahl vom Sonntag leer aus.

Stimmenkönig in der Oberpfalz ist Bezirkstagspräsident Franz Löffler (CSU). Allein im Stimmkreis Cham heimste der Chamer Landrat über 56 Prozent der Erststimmen ein. Einen Achtungserfolg verbuchte dort Karin Bucher von den Freien Wählern. Die Chamer Bürgermeisterin kam mit gut 23 Prozent der Erststimmen auf Platz zwei.

Einen ähnlichen Erfolg fuhr Buchers Neumarkter Amtskollege, OB Thomas Thumann ein, der ebenfalls für die Freien Wähler kandidierte. In seinem Heimat-Stimmkreis erhielt Thumann 22 Prozent. Unangefochtener Sieger war in Neumarkt aber Landrat Albert Löhner (CSU) mit 50,8 Prozent. Als Dritter der CSU-Direktkandidaten übersprang auch der Weidener Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher die 50-Prozent-Marke.

Als Stimmenmagnet für die SPD stellte sich der Schwandorfer Landrat Volker Liedtke heraus. Im Städtedreieck Burglengenfeld-Teublitz-Maxhütte-Haidhof bezwang Liedtke jeweils sogar den CSU-Sieger Dr. Thomas Brandl, in der Stadt Schwandorf war der Vorsprung von Brandl nur hauchdünn.

Auch in Niederbayern siegt die CSU

Im Sog der Landtagswahl hat die CSU auch die Bezirkstagswahl in Niederbayern gewonnen. Für die absolute Mehrheit reichte es allerdings nicht, wie ein Sprecher des Bezirks am Dienstag berichtete. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhält die CSU neun der 18 Sitze, die SPD drei, die Freien Wähler zwei, die Grünen, die FDP, die ÖDP und die Bayernpartei jeweils ein Mandat. Veränderungen in der Sitzverteilung gab es lediglich bei den Freien Wählern, die zuvor noch drei Mandate hatte, und bei der Bayernpartei, die nun ein Mandat erhielt.

Insgesamt entfielen in Niederbayern auf die CSU 49,7 Prozent der Gesamtstimmen. Die SPD kommt auf 16,3 Prozent, die Freien Wähler auf 11,9, die Grünen auf 5,7 Prozent, die ÖDP auf 4,6 Prozent, die Bayernpartei auf 3,4 und die FDP auf 2,4 Prozent.

Eine Überraschung erlebte bei den Wahlen der Regener Landrat Michael Adam (SPD). Er hatte auf dem letzten Platz der Bezirkstagsliste kandidiert und niemals damit gerechnet, in das Gremium einzuziehen. Die Wähler katapultierten ihn aber soweit nach vorne, dass er nun neben Landrat auch noch Bezirksrat ist. „Für mich persönlich ist dieses Wahlergebnis eine echte Sensation“, sagte er.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht