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Auszeichnungen

Deutscher Regiepreis für Rainer Erler

Der Verband der Film- und TV-Regisseure würdigt Rainer Erlers Kunst, brisante Wirtschaftsthemen zu spannender Science-Fiction zu verarbeiten.

Regisseur Rainer Erler wurde in München mit dem Deutschen Regiepreis für sein Lebenswerk geehrt. Foto: Tobias Hase/dpa

München.Der TV-Filmregisseur Rainer Erler ist mit dem Deutschen Regiepreis „Metropolis“ geehrt worden. Der 80-Jährige nahm den Preis am Sonntagabend bei einer Gala im Audi-Zentrum München entgegen. Mit der Auszeichnung würdigte der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure Erlers Lebenswerk. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert und wird vom Bundesverband Regie und der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild und Kunst verliehen.

Erler gelte als der bedeutendste Autor und Regisseur deutscher Fernsehfilme, begründete die siebenköpfige Jury ihre Entscheidung. Legendär sei sein Stil der ungewöhnlichen Verschmelzung von brisanten und politischen Themen mit Science-Fiction-Elementen. Große Beachtung habe beispielsweise seine für das ZDF produzierte Reihe „Das Blaue Palais“ gefunden, in der er die Grenzen der Wissenschaft auslotete. Mit dem Thriller „Fleisch“ beschäftigte er sich mit dem Organhandel.

Kino-Preis für Margarethe von Trotta

Der Deutsche Regiepreis „Metropolis“ wurde zum dritten Mal vergeben. Die mehr als 700 Mitglieder des Bundesverbandes der Film- und Fernsehregisseure stimmen dabei über die Preisträger ab. Mit Ausnahme des Hauptpreises sind die Auszeichnungen jeweils mit 5000 Euro dotiert.

Der Preis für die beste Kinofilm-Regie ging in diesem Jahr an Margarethe von Trotta für ihren Film „Hannah Arendt“. In dem Film schildert von Trotta das Leben der deutsch-amerikanischen Publizistin und Philosophin. Den „Metropolis“-Regiepreis für die beste Fernsehfilm-Regie erhielt Nicole Weegmann für den TV-Film „Mobbing“; der Film beschreibt die Krise eines von seiner Chefin gemobbten städtischen Mitarbeiters. Mit dem Preis für die beste Serien-Regie zeichnete die Jury Kai Wessel für die Serie „Zeit der Helden: Episode 3“ aus.

Beste Doku: „Drachenmädchen“

In der Sparte Dokumentation würdigten die Juroren die Regieleistung von Inigo Westmeier für „Drachenmädchen“. In seiner Dokumentation erzählt der Regisseur die Geschichte dreier minderjähriger Mädchen, die sich dem harten Drill und der Ausbildung als Kung-Fu-Kämpferinnen stellen. Hermine Huntgeburth erhielt den Preis für die Regie beim Kinder- und Jugendfilm „Die Abenteuer des Huck Finn“. Der „Metropolis“ für die beste redaktionelle Leistung ging an Katharina Dufner für „Tore tanzt“, der Preis für die beste Produzenten-Leistung an Nina Maag für „Das Wochenende“ (dpa)

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