MyMz

Sprache

Dialektpreis für Luise Kinseher

Die Kabarettistin Luise Kinseher ist am Sonntag für ihre Verdienste um den bayerischen Dialekt mit der „Bairischen Sprachwurzel“ ausgezeichnet worden.

Kabarettistin Luise Kinseher steht am Sonntag in Straubing (Niederbayern) hinter dem Dialektpreis „Bairische Sprachwurzel“. Die Kabarettistin ist für ihre Verdienste um den bayerischen Dialekt mit der „Bairischen Sprachwurzel“ ausgezeichnet worden. Foto dpa

Straubing. „A Niederbayerin vom echtasten Schlog, quasi de leibhaftige Bavaria inferior“: Die Kabarettistin Luise Kinseher ist am Sonntag für ihre Verdienste um den bayerischen Dialekt mit der „Bairischen Sprachwurzel“ ausgezeichnet worden. Die „Mama Bavaria“ beim Münchner Starkbieranstich auf dem Nockherberg wurde in der Laudatio als „virtuose Verwandlungskünstlerin“ bezeichnet - „mit am bissig-pointiertem und aa trocken-hinterkünftigem Humor, awa nia schrill-aggressiv, sondan mit raffiniertem, entwaffnenden Charme bei aller Unverblümtheit“. Kinseher erhielt den Preis vom Bund Bairischer Sprache auf dem 200. Gäubodenfest in Straubing.

Die Salvatorrede auf dem Nockherberg sei vielleicht die größte Herausforderung für einen bayerischen Kabarettisten überhaupt, sagte Laudator Reinhard Wittmann, ehemaliger Literaturchef des Bayerischen Rundfunks - „a gfährlichs Pointen-Balanciern zwischen Gschmacklosigkeit und Lätschertheit“. Kinseher habe dies bis jetzt „ganz pfundig gmacht: warmherzig und resolut, respektlos und treffsicher, aber nia wirklich gschert, gar peinlich.“

Die „Sprachwurzel“ wird seit 2005 verliehen. Zu den Preisträgern zählen Papst Benedikt XVI. und das oberbayerische Musikkabarett-Trio „Die Wellküren“. Im vergangenen Jahr erhielt der Musikkabarettist Georg Ringsgwandl die Auszeichnung. Geehrt werden sollen Kandidaten, die bei offiziellen Anlässen Bayerisch reden und damit die Mundart in der Öffentlichkeit stärken. (dpa)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht