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Kurioses

Elektroschocks gegen Aufschieberitis

Viele Dinge zögert man hinaus. Eine US-Firma hat nun ein Armband entwickelt, das dagegen helfen soll – indem es Elektroschocks bis zu 340 Volt abgibt.

Ob Studienarbeiten, Hausarbeit oder Fitnesstraining: Viele Dinge schiebt man lieber erstmal ganz weit weg und zögert sie hinaus. Ein Elektroschock-Armband soll das künftig verhindern. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Boston.Mit einem speziellen Elektroschock-Armband will eine Firma aus den USA Menschen helfen, die unter Aufschiebeverhalten leiden. Das in Boston entwickelte Gerät soll einen kleinen Elektroschock abgeben, wenn es feststellt, dass der Träger entgegen seiner Pläne noch im Bett ist, nicht im Fitness-Studio trainiert oder seine Examensarbeit schleifen lässt. Per Bluetooth soll es mit einer Smartphone-App kommunizieren und – mit Hilfe von Ortungsdiensten – beispielsweise feststellen, ob jemand pünktlich im Büro angekommen ist.

Schocks von bis zu 340 Volt

Nach Angaben der Entwickler kann man das eigene „Strafmaß“, das bei Versäumnissen droht, selbst bestimmen. Eine erste Erinnerung kann übergehen in eine immer stärker werdende Vibration, ein Piepen und schließlich Schocks von bis zu 340 Volt. Auch eine Strafzahlung an andere Nutzer der Technik oder eine Strafsperre für das eigene Handy lasse sich programmieren, berichtete der „Boston Globe“. Der Reporter des „Boston Globe“ erklärte, das Gerät ausgiebig getestet und dabei einen „Kick“ verspürt zu haben.

Bereits tausend Bestellungen eingegangen

Das Gerät heißt „Pavlok“ – in Anlehnung an den russischen Forscher Iwan Pawlow. Dieser hatte 1918 bei Experimenten beobachtet, dass ein Hund sich durch Verknüpfung bestimmter Reize konditionieren lässt. Die Macher sind dem „Boston Globe“-Bericht zufolge überzeugt, dass Aufschieberitis sich mit dem Gerät auf lange Sicht überwinden lässt – allerdings nur, wenn der Nutzer die „Therapie“ unbegrenzt fortsetzt.

Das Gerät soll im April auf den Markt kommen. Bislang seien rund 1000 Bestellungen eingegangen, sagte ein Sprecher der Firma auf Anfrage. (dpa)

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