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Protest

Flüchtlinge in Ostbayern im Hungerstreik

In Dingolfing protestieren 14 Flüchtlinge gegen die bayerische Asylpolitik. Am Freitag wollen sich Flüchtlinge in Amberg dem Protest anschließen.

Schon 2013 gab es Hungerstreiks von Flüchtlingen. Nun protestieren in Ostbayern Flüchtlinge gegen die Residenzpflicht, die noch immer üblichen Essenspakete und für die Anerkennung ihrer Asylanträge. Foto: dpa

Dingolfing/Amberg.Im niederbayerischen Dingolfing sind am Donnerstag 14 Flüchtlinge in einen inzwischen trockenen Hungerstreik getreten. Wie die Flüchtlinge am Freitagmorgen mitteilten, hatten sie donnerstagfrüh im Landratsamt des Kreises Dingolfing-Landau mit dem Hungerstreik begonnen. Wegen der massiven Polizeipräsenz im Gebäude hätten sie dieses dann aber verlassen müssen und seien deshalb vor dem Landratsamt nun in einen trockenen Hungerstreik getreten und verzichten demzufolge auf Essen und auf Trinken. Am Freitagmittag wollen außerdem Flüchtlinge aus dem Protestzelt im oberpfälzischen Amberg in den Hungerstreik treten.

Ob die Flüchtlinge ihren Hungerstreik vor dem Landratsamt in Dingolfing fortsetzen dürfen, soll noch am Freitag entschieden werden. Dann will das Ordnungsamt bekanntgeben, welche Kundgebungsmittel für den Protest zugelassen werden, also ob zum Beispiel Zelte oder Decken für die Hungerstreikenden genehmigt werden. Die Flüchtlinge in Dingolfing und Amberg fordern die Anerkennung ihrer Asylanträge, den Stopp aller Abschiebungen, die Abschaffung der Gemeinschaftsunterkünfte sowie der Residenzpflicht. In Amberg fordern die Flüchtlinge zudem ein Ende der Versorgung mit Essenspaketen, die dort aktuell noch üblich sei. (epd)

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