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Fernsehen

Franken-„Tatort“ wird überregional

Bei der „Mordkommission Franken“ in Nürnberg werden Fälle aus Unter-, Mittel- und Oberfranken landen. Der Tatort soll ab Ende 2014 gezeigt werden.

Der Hauptsitz der neuen Tatort-Mordkommission wird Nürnberg sein – doch die Fälle sollen in ganz Franken spielen. Foto: dpa

München. Der neue Franken-„Tatort“ wird überregional: Bei der „Mordkommission Franken“ landen Fälle aus Unter-, Mittel- und Oberfranken, wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Mittwoch im Internet bekanntgab. Sie habe ihren Sitz in Nürnberg und kooperiere je nach Tatort mit der Rechtsmedizin in Würzburg oder Erlangen. Sobald die Hauptdarsteller feststehen, werde der BR auch diese bekanntgeben. Der Franken-„Tatort“ wird im Frühjahr 2014 gedreht und kann Ende 2014 ausgestrahlt werden. Die vom BR gewählte Lösung ist zumindest realitätsnah: In Nürnberg gibt es tatsächlich Frankens einziges Fachkommissariat, das ausschließlich für Tötungsdelikte zuständig ist. In der Realität beschränkt es sich allerdings auf das Stadtgebiet Nürnberg.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm hatte einen eigenen Franken-„Tatort“ erstmals im Oktober vergangenen Jahres offiziell angekündigt. Aus den fränkischen Regierungsbezirken wird schon seit langem ein Tatort aus dem Norden des Freistaats gefordert. Bislang spielten der „Tatort“ und der „Polizeiruf“ des BR in Altbayern. Als mögliche fixe Drehorte waren in den vergangenen Monaten zum Beispiel Nürnberg oder Würzburg gehandelt worden. Alle Zuschauer durften dem BR Vorschläge für einen fränkischen Drehort machen.

„Die Vielfalt Frankens, der Charme der Regionen und die Unterschiedlichkeit der Charaktere bieten sehr viele Stoffideen und Erzählvarianten für einen Krimi. Diese Vielfalt wird den neuen Frankentatort inspirieren.“, erklärte Bettina Reitz, Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks. Dr. Stephanie Heckner, Redaktionsleitung Reihen und Mehrteiler des BR, gab erste Details zu den fränkischen Tatort-Folgen bekannt. „Wir starten mit unserem Ermittlerteam und einem ersten Fall in Nürnberg, Fürth und Umgebung“, erklärte Heckner. Im zweiten Frankentatort ermittle die Mordkommission bereits in einer anderen Region.

Der „Tatort“ ist die am längsten laufende und nach Einschaltquoten erfolgreichste Krimiserie im deutschsprachigen Raum. Bis zur Besetzung des Franken-„Tatorts“ gibt es 21 Kommissare und Kommissaren-Duos, die in 18 deutschen Städten sowie in Österreichs Hauptstadt Wien und im Schweizerischen Luzern ermitteln. Drehbeginn für den „Tatort“ aus Franken soll kommendes Frühjahr sein. Die Darsteller stünden bislang ebenso wenig fest wie der Regisseur, heißt es auf der Internetseite.

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) begrüßte den festen Sendeplatz für Nürnberg. „Die Stadt als Sitz der „Mordkommission Franken“ bietet eine Kulisse, die spannende Drehbucheinfälle nur so provozieren dürfte - damit wird sich der Frankentatort bestimmt die Zuschauergunst erobern.“ Das Interesse am neuen Franken-Tatort ist offenbar beachtlich: Nach Angaben des BR griffen allein in den ersten 15 Minuten nach Bekanntgabe der „Tatort“-Verortung griffen über 1500 Interessierte auf den Franken-Tatort-Blog zu.

Viele Franken sehnen einen in Nordbayern angesiedelten Tatort ohnehin seit langem herbei. „Zeit wird’s - soch I“ lautete nur eine der Reaktionen auf der BR-Internetseite. Wichtig ist vielen Kommentatoren ein Frankentatort jenseits offensichtlicher Klischees. „Franken ist mehr als Bocksbeutel, Lebkuchen und Aischgründer Karpfen“, hieß es etwa. Andere drängten in der rot-weißen statt weiß-blauen Version auf „Seidla statt Moaß, Broadwörschd statt Weißwurst, Klöß statt Knödel“. Und wieder andere mahnten, dass die noch nicht feststehenden Schauspieler unbedingt echte Franken sein müssten, um den Dialekt authentisch sprechen zu können. (epd/dpa/se)

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