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Kriminalität

Italiener schmuggelt tote Singvögel

Im Koffer eines 65-Jährigen fanden Zollbeamte am Münchner Flughafen 200 Tierkadaver. Der Mann hatte die Vögel in Rumänien gejagt und wollte sie essen.

  • Die Zollbeamten am Flughafen in München staunten nicht schlecht: Ein 65-jähriger Italiener hatte in seinem Reisekoffer 200 tote Singvögel verstaut. Foto: BZV
  • Seinen Fang aus Rumänien wollte der 65-Jährige daheim in Italien mit seiner Familie verspeisen – die Singvögel gelten dort als Delikatesse. Foto: BZV

München.Die Zöllner am Flughafen in München haben in der vergangenen Woche einen schaurigen Fund gemacht: Ein 65-jähriger Italiener hatte in seinem Reisekoffer 200 tote Singvögel verstaut. Die Tierkadaver seien in einem Plastikbeutel verpackt gewesen, teilten die Beamten des Hauptzollamts München mit.

Auf die Nachfrage der Zollbeamten, was er denn mit den Wiesenpiepern und Feldlerchen vorhabe, gab der 65-Jährige an, jedes Jahr nach Rumänien zu reisen, um dort Singvögel zu jagen – schließlich sei das sein Hobby. Die getöteten Vögel nehme er dann mit nach Italien, wo die Tiere als besondere Delikatesse gelten. Sein Fang würde dann daheim von ihm und seiner Familie verspeist.

Das es sich bei den Tieren allerdings um europäische Singvögel handelt, die der EU-Vogelschutzrichtlinie und damit besonderem Schutz unterliegen, sei dem Mann nicht klar gewesen. Die Zollbeamten stellten die toten Vögel sicher. Gegen den Italiener wird ein Strafverfahren eingeleitet. Auf den Mann könne eine Geldstrafe im vierstelligen Bereich zukommen, sagten die Zollbeamten.

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