mz_logo

Startseitenmeldungen 2012
Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Bräuche

Proteste gegen Stierhatz in Pamplona

Am Sonntag beginnt das umstrittene Stiertreiben im spanischen Pamplona. Rund 200 Tierschützer demonstrierten gegen die Veranstaltung.

Mit Kunstblut an den Händen und Plakaten protestieren Tierschützer gegen das Stiertreiben in Pamplona. Foto: afp

Pamplona.Einen Tag vor Beginn des ebenso berühmten wie umstrittenen Stiertreibens im nordspanischen Pamplona haben rund 200 Tierschützer am Samstag gegen die Veranstaltung protestiert. „Du läufst. Stiere sterben“ war auf Plakaten in verschiedenen Sprachen zu lesen. Jedes Jahr würden Dutzende Stiere willkürlich gequält und getötet, teilten die Veranstalter mit, darunter die Tierschutzorganisation Peta. Auf dem Hauptplatz von Pamplona hielten sie eine „symbolische Beerdigung“ für die 48 Bullen ab, die in der Festwoche bei den abendlichen Stierkämpfen von Toreros getötet werden.

Die Stier-Hatz ist auch in Spanien mittlerweile äußerst umstritten. Dennoch lockt das San-Fermín-Fest jedes Jahr unzählige Besucher an, vor allem aus Europa, den USA und Australien. Seit 1591 werden dabei acht Tage lang jeweils sechs Kampfstiere rund 850 Meter durch die Altstadt Pamplonas getrieben, während Hunderte meist junge Menschen vor den gut 600 Kilogramm schweren Bullen herlaufen.

Jedes Jahr werden bei diesen Mutproben in den engen Gassen Dutzende verletzt. Immer wieder gibt es auch Tote, zum bisher letzten Mal 2009. Zur weltweiten Berühmtheit Pamplonas trug US-Schriftsteller Ernest Hemingway bei, der das Fest und die Stierrennen in seinem Roman „Fiesta“ (1926) beschrieb. Die „Sanfermines“ sind dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet. (dpa)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht