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Mundart

Sprachforscher raten zu mehr Dialekt

Am Freitag ist „Tag der Muttersprache“. Experten haben zu diesem Anlass an Eltern appelliert, mit ihren Kindern selbstbewusst bairisch zu sprechen.

Wider das „Tschüsseln“: Zum Tag der Muttersprache raten Sprachforscher Eltern, mit ihren Kindern Dialekt zu sprechen. Foto: dpa

München.„Pfiat di“ statt „Tschüss“: Eltern sollten nach Meinung von Sprachexperten und Lehrern mit ihren Kindern selbstbewusst bairisch sprechen. Nur so könne die Mundart erhalten bleiben, erklärten der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) am Mittwoch in München anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache am 21. Februar. Auch Kindergärten und Schulen müssten den Dialekt stärker fördern.

Keine Probleme mit der Rechtschreibung

Probleme mit der Rechtschreibung hätten mundartsprechende Schüler nicht. „Wir stellen sogar fest, dass Kinder, die Dialekte beherrschen, in der Regel sprachlich flexibler und wendiger sind“, sagte der FBSD-Vorsitzende Horst Münzinger.

Wer einen Dialekt spricht, findet sich in prominenter Gesellschaft. So bekannte etwa der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir kürzlich in der Illustrierten „Bunte“: „Schwäbisch ist neben Türkisch meine Muttersprache. Sobald ich im Ländle bin, rede ich breitestes Schwäbisch, als würde ein Schalter in mir umgelegt werden“. Hin und wieder passiere ihm das auch in Berlin. „Aber ich bin ja dort nicht der einzige Schwabe, der mit „Schrippen“ und „Buletten“ nichts anfangen kann“, sagte der 48-jährige Bundespolitiker aus dem baden-württembergischen Bad Urach. (dpa)

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