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Kirche

Warten auf das neue Gotteslob

Das Papier der Gesangs- und Gebetsbücher lässt zu wünschen übrig. Im Bistum Regensburg verzögert sich die Auslieferung. Die Schulungen starten aber.
von Christine Strasser, MZ

Im Bistum Regensburg verzögert sich die Auslieferung des neuen Gotteslobs. Foto: Bistum Regensburg

Regensburg. Das neue Gotteslob wird nicht wie geplant in allen katholischen Kirchen Deutschlands zum 1.Advent vorliegen. Die Auslieferung des neuen Gesang- und Gebetbuches der katholischen Kirche werde sich in Teilen „bis in das nächste Jahr erstrecken“, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit. Grund dafür seien Meinungsverschiedenheiten zwischen der Nördlinger Druckerei C. H. Beck und den Bistümern über das Papier. Auch im Bistum Regensburg wird sich die Auslieferung verzögern, wie Sprecher Jakob Schötz bestätigte. Wann das neue Gotteslob erhältlich ist, ist offen.

Produktionen für mehrere Diözesan-Verlage seien planmäßig abgeschlossen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Bischofskonferenz und der Druckerei. Doch aus mehreren Bistümern kamen Beschwerden: Die Seiten seien zu dünn, die Buchstaben würden durchscheinen, die Schrift sei kaum lesbar. Angeblich soll etwa ein Drittel der Auflage mit diesem Papier gedruckt worden sein. Was mit diesen Büchern geschieht, ob sie dennoch benutzt oder wieder eingestampft werden, ist unklar.

Auch das Bistum Regensburg mahnte die Qualität des Papiers an. Bistumssprecher Schötz sagte, dass es unmöglich sei, Anmerkungen in das Buch zu schreiben. Für die Arbeit mit den Bücher sei das jedoch unerlässlich. Schötz betonte, dass die Schulungen wie geplant am 1.Oktober beginnen. Allerdings muss mit der Ausgabe der Diözese Passau gearbeitet werden und für den spezifisch für die Diözese Regensburg ausgearbeitet Teil mit Kopien. Auch wenn die Verzögerung ärgerlich sei, sei die Vorfreude auf das neue Gotteslob ungetrübt, sagte Schötz. Im Bistum Eichstätt geht Sprecher Norbert Staudt davon aus, dass der Termin für die Einführung eingehalten werden kann. Zumindest habe er noch keine anderslautende Information erhalten, sagte Staudt. Seines Wissens seien die Eichstätter Exemplare noch gar nicht gedruckt gewesen, als die Probleme auftraten.

In der Erklärung der Bischofskonferenz und der Druckerei C. H. Beck heißt es: „Beiden Partnern ist die Einhaltung des geplanten Liefertermins für alle Diözesen ebenso wichtig wie die einwandfreie Auslieferung aller Gottes-Exemplare.“ Oliver Kranert, Geschäftsführer von C. H. Beck bestätigte, dass Gespräche geführt werden, wie die Probleme gelöst werden. Vor Ende August werde es aber keine weiteren Informationen seitens der beiden Verhandlungspartner geben.

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