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Freitag, 20. April 2018 26° 2

Schottischer Wissenschaftler verteidigt "Fortnite: Battle Royale"

Eltern fürchten, dass Epics "Fortnite" süchtig machen und ihre Kinder von der Schule abhalten könnte - doch ein schottischer Medien-Forscher setzt sich für das Spiel ein. Foto: Epic / People can fly

Vor einigen Wochen hat die ProSieben-Nachrichtensendung "Newstime" die Gaming-Community gegen sich aufgebracht, weil man den beliebten Online-Shooter "Fortnite: Battle Royale" als gewaltverherrlichend anprangerte und ihm hohes Suchtpotential unterstellte. Hintergrund der aktuellen Kritik an dem Action-Titel ist der kürzliche Release einer zur PC- und Konsolen-Fassung nahezu identischen Mobile-Version: Die iOS- und Android-Veröffentlichung des Action-Hits hat dessen Verbreitung dermaßen gesteigert, dass ihn jetzt auch besorgte Eltern zunehmend auf dem Schirm haben - vor allem die mutmaßliche Vernachlässigung von Schularbeiten und anderen Pflichten zugunsten des Games bereiten vielen Erziehungsberechtigten Sorgen.

Nun hat sich ein schottischer Wissenschaftler von der Glasgow Caledonian University in die Diskussion eingeschaltet: Andrew Reid hat sich auf das Thema "Serious Games" sowie "Game-Design" spezialisiert und widerspricht der Annahme, dass "Fortnite" süchtig mache. Außerdem warnt er entschieden davon, auch andere erfolgreiche Games unter einen derartigen Verdacht zu stellen. "Durch solche Äußerungen werden Leute diskriminiert, die einfach nur eine der viele Unterhaltungsformen genießen, die unsere moderne Medienwelt zu bieten hat", erklärt Reid. "Außerdem wird das Medium auf diese Weise als etwas stigmatisiert, das unserer Gesellschaft schadet - trotz einer stetig wachsenden Anzahl an Games und Forschungen, die vor allem die positiven Aspekte des Spielens und der Interaktivität unterstreichen."

Weiterhin erklärt der Forscher, Epics Titel wäre vor allem deshalb so erfolgreich, weil er "extrem sorgfältig gestaltet wäre" und eine "sehr immersive Erfahrung" biete. Besorgten Eltern empfiehlt Reid, sich einfach selber mit dem Spiel zu beschäftigen. Auf diese Weise könnte man besser verstehen, warum sich der Nachwuchs so sehr dafür begeistere, außerdem begebe man sich dadurch auf dieselbe "Wellenlänge" wie die Jugendlichen.

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