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MMO-Dinosaurier

"Star Wars"-Oldie knackt Milliarden-Marke

Kaum noch jemand redet von Biowares im Jahr 2011 gestarteten "Star Wars"-Titel "The Old Republic". Doch offensichtlich hat die Stille auf den PR-Kanälen dem Online-Rollenspiel nicht geschadet: Laut Hersteller Electronic Arts hat der Titel bis heute eine Milliarde Dollar erwirtschaftet.

Lebendiger und erfolgreicher als gedacht: das bereits 2011 veröffentlichte MMORPG
Lebendiger und erfolgreicher als gedacht: das bereits 2011 veröffentlichte MMORPG "Star Wars: The Old Republic" von Entwickler Bioware und Hersteller Electronic Arts. Foto: Electronic Arts / Bioware

Als Electronic Arts vor acht Jahren das "Star Wars"-Online-Rollenspiel "The Old Republic" veröffentlichte, war die Erwartungen an den Titel enorm: Der vom Genre-Spezialisten Bioware entwickelte Kosmos hätte dem Platzhirschen "World of Warcraft" Paroli bieten sollen - immerhin handelte es sich um ein "Krieg der Sterne"-Spiel von jenem Entwickler, der das hochgelobte Singleplayer-Abenteuer "Knights of the Old Republic" zu verantworten hatte.

Im Laufe der rund sechsjährigen Entwicklungszeit ließ sich EA die Vision vom "Krieg der Sterne"-Moloch locker 200 Millionen US-Dollar kosten - ganz zu schweigen von den über 600 Millionen Dollar, die man 2007 für die Übernahme von Bioware hatte springen lassen. Nur: Das Multiplayer-Gewusel in der Vergangenheit von George Lucas' "Star Wars"-Universum erwies sich als kolossaler Flop. Nach einem ansehnlichen Start liefen dem MMO die Spieler scharenweise davon - bis sich EA nur ein knappes Jahr nach Veröffentlichung dazu gezwungen sah, vom Abo-Modell in den Free-to-Play-Betrieb umzuschalten. Will heißen: Die Installation des "Old Republic"-Clients ist kostenlos, verdient wird über Ingame-Käufe.

Erfolgreicher als gedacht

An sich kein gutes Zeichen, doch offenbar hat sich die Entscheidung gelohnt: Obwohl das Rollenspiel während der letzten Jahre kaum noch von sich Reden gemacht hat, konnte Electronic Arts damit bis heute etwa eine Milliarde Dollar Umsatz generieren, so der Konzern in einer offiziellen Meldung.

Zugegeben: Das ganz große finanzielle Desaster hat man damit wohl abwenden können. Doch ob sich das Projekt im Plus befindet, ist trotzdem fraglich. Immerhin verschlingt die dauerhafte Bereitstellung eines solchen Spiels ebenfalls Kosten - zum Beispiel für den Betrieb der Server und die Unterhaltung derjenigen Entwickler-Teams, die das Spiel pflegen oder mit neuen Inhalten versorgen.

Darüber hinaus klingt "eine Milliarde Dollar" nur so lange gut, bis sie mit den Erlösen von "World of Warcraft" vergleicht: Obwohl auch Blizzards Online-Oldie seine besten Jahre hinter sich hat, konnte es während seiner Hochzeit über eine Milliarde Dollar erwirtschaften - pro Jahr!

teleschau

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