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Spielschranke auf Chinesisch

Strenges China: Ein Spiel dauert maximal 90 Minuten

Die chinesische Regierung greift durch: Minderjährige dürfen ab sofort nur noch 90 Minuten täglich spielen und entweder gar kein oder nur wenig Geld für Ingame-Käufe ausgeben.

  • Video- und vor allem Multiplayer-Spiele sind in China wahnsinnig beliebt. Jetzt betätigt sich die Regierung als Spaßbremse und verbietet minderjährigen Zockern mehr als 90 Minuten Games-Genuss pro Tag. Foto: 2019 Getty Images/Ivan Abreu
  • MOBA-Spiele wie "League of Legends" von US-Entwickler Riot Games stehen bei chinesischen Jugendlichen besonders hoch im Kurs. Neue Reglementierungen für maximale Spielzeit und Mikro-Transaktionen werden die Umsatzprognosen der Hersteller vermutlich kräftig dämpfen. Foto: Riot Games

Schon vor einigen Monaten hatte es sich angebahnt, dass die Behörden in China die Gaming-Zeiten für Teile der Bevölkerung reglementieren möchten - nun sind die entsprechenden Beschlüsse durch. Laut Vorgabe der "State Administration of Press and Publications" (kurz "SAPP") sollen Kinder und junge Jugendliche nur noch anderthalb Stunden täglich ihrem Games-Hobby nachgehen - und das auch nur zwischen 8 und 22 Uhr. Einzige Ausnahme sind die Ferienphasen, in denen drei Stunden pro Tag genehmigt sind.

Um die Beschlüsse durchzusetzen, müssen künftig alle Gamer bei der Anmeldung auf Spiele-Plattformen und den damit verbundenen Online-Diensten ihren Klarnamen verwenden. Der wird dann mit einer staatlichen Datenbank abgeglichen, in der unter anderem das Alter der Spieler festgehalten ist.

Auch die Einhaltung der jeweiligen Altersfreigabe will man damit erzwingen. Es handelt sich demnach nicht - wie hierzulande - um eine staatliche Altersempfehlung, sondern eine klare gesetzliche Vorgabe. Sogar die Beträge, die junge Gamer in Mikro-Transaktionen investieren dürfen, werden künftig gesetzlich geregelt: Wer nicht mindestens das 16. Lebensjahr erreicht hat, darf überhaupt keine Ingame-Käufe tätigen. Ab 16 Jahren sind 200 Renminbi (circa 26 Euro) im Monat beziehungsweise maximal 50 Renminbi auf einmal gestattet.

teleschau

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