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Gerettet!

Transatlantische Rettungsaktion: Britischer Gamer erleidet Anfall, seine US-Mitspielerin schlägt Alarm

Medizinischer Notfall: Ein 17-jähriger Online-Gamer aus England erleidet beim Zocken einen Anfall. Eine Mitspielerin aus den USA verständigt daraufhin die britische Polizei.

Eine US-amerikanische Gamerin (Symbolbild) rettete einem jungen Briten vermutlich das Leben: Sie erkannte, dass ihr Mitspieler einen Anfall erlitt und alarmierte die Behörden. Foto: iStock
Eine US-amerikanische Gamerin (Symbolbild) rettete einem jungen Briten vermutlich das Leben: Sie erkannte, dass ihr Mitspieler einen Anfall erlitt und alarmierte die Behörden. Foto: iStock

Sie wohnen auf verschiedenen Kontinenten - und dennoch konnte einer dem anderen das Leben retten: Aidan Jackson (17) aus England und Dia Lathora (20) aus dem US-Bundesstaat Texas spielen Anfang Januar zusammen ein Multiplayer-Game und sind per Online-Sprach-Chat miteinander verbunden.

Als Jackson auf einmal deutlich hörbare Artikulations-Beschwerden bekommt und Lathoras Fragen offenbar nur noch rudimentär beantworten kann, kommt die Amerikanerin schnell zu dem Schluss, dass ihr Mitstreiter medizinische Hilfe dringend nötig hat - offenbar hatte der junge Gamer bereits im Mai 2019 einen leichten Schlaganfall erlitten.

"Ich hatte gerade mein Headset wieder aufgesetzt und was ich hörte, konnte ich nur als Anfall beschreiben. Also habe ich mir direkt Sorgen gemacht und ihn gefragt, was los ist und ob alles in Ordnung bei ihm sei. Als er nicht antwortete, habe ich direkt nach einer Notfallnummer gesucht", schilderte die Texanerin den Vorfall im Gespräch mit der BBC.

Eltern haben nichts gemerkt

Obwohl Lathora schnell reagiert, gestaltet sich die Rettungsaktion aber alles andere als einfach: Die passende Notrufnummer in der EU ist von den USA aus nicht erreichbar, also lässt sie sich stattdessen mit der Polizei von Cheshire verbinden. Weil sie die Adresse ihres Online-Freundes parat hat, können die Beamten zwei Einsatzwagen zu dessen Aufenthaltsort schicken.

Rund 40 Minuten nach Beginn des Anfalls treffen sie endlich am Haus der Familie ein, um die Eltern des Jugendlichen zu informieren. Die Mutter findet ihren Sohn daraufhin "schwer desorientiert" in seinem Zimmer vor. Letzteres befindet sich nur ein Stockwerk von den Eltern entfernt - die sind entsprechend bestürzt, nichts vom kritischen Gesundheitszustandes ihres Sohnes mitbekommen zu haben.

"Wir sind extrem dankbar dafür, was Dia getan hat und schockiert, dass wir im Erdgeschoss sitzen können und ohne zu wissen, dass gerade etwas passiert. Dia hatte unsere Adresse, aber keine Telefonnummer, also war es wirklich beeindruckend, dass sie von so weit weg Hilfe holen konnte", sagt die Mutter im Interview mit der BBC. "Ich habe mit ihr gesprochen und ihr meine Dankbarkeit ausgedrückt. Sie ist einfach nur froh, dass sie helfen konnte. Aidan geht es viel besser und hoffentlich wird alles gut, wenn er seinen Krankenhaustermin hatte."

teleschau

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