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Games-Förderung

Unverhoffter Geldsegen: Games-Branche wird wohl doch weiter vom Bund gefördert

Hoffnungsschimmer für die deutsche Entwicklerlandschaft: Nachdem lange Zeit unklar war, ob und in welchem Umfang der Bund die Games-Branche in den nächsten Jahren mit Geldmitteln fördern werde, scheint nun die Finanzierung bis zum Jahr 2023 gesichert.

Verkehrsminister Andreas Scheuer und Digital-Staatsministerin Dorothee Bär beim Deutschen Computerspielpreis 2019: In den Monaten danach wurde um die Games-Förderung gestritten. Foto: Franziska Krug/Getty Images for Quinke Networks
Verkehrsminister Andreas Scheuer und Digital-Staatsministerin Dorothee Bär beim Deutschen Computerspielpreis 2019: In den Monaten danach wurde um die Games-Förderung gestritten. Foto: Franziska Krug/Getty Images for Quinke Networks

2018 feierte die deutsche Games-Branche einen echten Meilenstein: Für 2019 kündigte sich zum ersten Mal eine staatliche Fördersumme an, die sich mit der Filmförderung messen konnte. Satte 50 Millionen Euro wollte der Bund bereitstellen, um die Entwicklung neuer Computer- und Videospiele made in Germany zu unterstützen und damit den Standort attraktiver zu machen. Im Vergleich zu Ländern wie Kanada oder Frankreich, die Spiele-Hersteller und -Studios seit Jahren mit Steuer- sowie Förder-Paketen locken, sind das zwar noch immer Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin.

Vor einigen Monaten dann der große Schock: Nicht nur, dass die Ausschüttung der versprochenen Gelder stockte. Obendrein bahnte sich an, dass 2020 gar kein Geld mehr fließen sollte. Der zuständige Branchen-Verband game sprach von einem Desaster und kritisierte die mangelnde Planungssicherheit für einheimische Studios. Der dafür zuständige Verkehrsminister Andreas Scheuer, dem Digitales und damit auch Games weiterhin unterstehen, hüllte sich in Schweigen - die Unsicherheit blieb.

Jetzt scheint es fast so, als könnte die Spiele-Branche aufatmen: Der "Berliner Tagesspiegel", dem ein Auszug aus der Bereinigungsvorlage für den Haushalt 2020 vorliegt, berichtet, sieht die Planung eine Fördersumme von 50 Millionen Euro vor - ebenso für die Folgejahre bis 2023. Obwohl Bundeskabinett und Bundesrat dem Haushalt erst zustimmen müssen, gelten tief greifende Änderungen bei der Games-Förderung als eher unwahrscheinlich.

teleschau

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