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Fördermodell für deutsche Entwickler vorgestellt

Die Games-Branche hat auf der Gamesweek in Berlin ein konkretes Modell für die Förderung von Entwicklerstudios in Deutschland vorgestellt.

Die Computer- und Videospielmesse #gamesweekberlin 2018 findet im Säälchen am Ostbahnhof statt. Foto: Lisa Ducret
Die Computer- und Videospielmesse #gamesweekberlin 2018 findet im Säälchen am Ostbahnhof statt. Foto: Lisa Ducret

Berlin.„CDU, CSU und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag auf einen Förderfonds für Games geeinigt“, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des neuen Branchenverbandes Game.

Kernpunkt des Modellvorschlags ist ein Fonds in Höhe von zunächst 50 Millionen Euro jährlich, der aktuelle Wettbewerbsnachteile für in Deutschland ansässige Entwickler ausgleichen soll.

Profitieren sollen nicht nur die Games-Studios, sondern durch „Hebelwirkung“ auch der Fiskus. So habe eine Erhebung in Frankreich gezeigt, dass pro 1 Euro Förderung Steuer- und Sozialabgaben in Höhe von 1,80 anfielen. Weitere 8 Euro könnten an Investitionen generiert werden.

„Damit kommt der Fonds auch dem Finanzminister zugute“, sagte Falk. In Deutschland rechnet der Verband mit einem erhöhten Steueraufkommen von 90 Millionen Euro und zusätzlichen Investitionen in Höhe von 400 Millionen Euro durch das neue Modell. „Wir wollen „Games made in Germany“ zu einer echten Erfolgsgeschichte machen“, sagte Falk.

Gefördert werden sollen Produkte und Prototypen kleiner, mittlerer und großer Entwicklerstudios gleichermaßen. Das Modell soll einfach, transparent und vor allem planbar für die Firmen sein. „Wir wollen keine Subventionskultur fördern, sondern die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Entwickler stärken“, sagte Falk. In Ländern wie Frankreich, Großbritannien oder Kanada gibt es bereits gezielte Förderungen für die Branche.

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