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Diskriminierungs-Klage

Aktivisten klagen: YouTube sortiert angeblich LGBT-Content aus

Laut einer Gruppe von Aktivisten unterdrückt YouTube Inhalte von LGBT-Künstlern, wodurch diesen Einnahmen entgehen. Eine entsprechende Klage wurde in den USA eingereicht.

Eine Gruppe von Aktivisten hat YouTube verklagt. Das Video-Portal sei diskrimierend gegenüber LGBT-Inhalten, so der Vorwurf. Foto: 2018 Sean Gallup/Getty Images
Eine Gruppe von Aktivisten hat YouTube verklagt. Das Video-Portal sei diskrimierend gegenüber LGBT-Inhalten, so der Vorwurf. Foto: 2018 Sean Gallup/Getty Images

Schon länger stehen Tech-Konzerne im Verdacht, mit ihren Algorithmen Inhalte strategisch zu selektieren. Eine Gruppe von LGBT-Videokünstlern beschuldigt nun YouTube, ihren Content ungerechtfertigt auszusortieren, wodurch ihnen Einnahmen entgehen würden. Eine entsprechende Klage wurde am Dienstagabend in San Jose gegen das Video-Portal und dessen Mutterunternehmen Google eingereicht. Dies berichtet die "Washington Post". Demnach setze YouTube seine eigenen Regeln ungleich ein und bevorzuge etwa Content großer Anbieter, auch wenn diese feindlich gegen über Lesben oder Schwulen eingestellt seien.

Diskriminierung sei somit Bestandteil des Geschäftsmodells von YouTube, erklärt Peter Obstler, der die Aktivisten als leitender Anwalt vertritt: "Durch die Kontrolle von schätzungsweise 95 Prozent der weltweiten Videokommunikation verfügen Google und YouTube über eine beispiellose Macht und uneingeschränkte Freiheit, ihre Viewpoint-basierten Content-Richtlinien so anzuwenden, dass sie Gewinner und Verlierer auswählen können." Die Aktivisten beschuldigen YouTube außerdem, durch seinen Algorithmus bestimmte Wörter wie "schwul", "lesbisch" oder "bisexuell" herauszufiltern, wodurch die Künstler Werbeeinnahmen verlieren würden.

teleschau

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