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Gesichtserkennungs-Software

Auch europäische Behörden auf Kundenliste von Clearview AI

Die kürzlich gestohlene Kundenliste des US-Unternehmens Clearview AI ist deutlich länger als bisher angenommen - offenbar interessieren sich auch Behörden aus mehreren europäischen Ländern für die umstrittene Gesichtserkennungs-Software.

Zu den Kunden des umstrittenen US-Startups Clearview AI sollen auch mehrere europäische Behörden gehören. Die Datenbank für die Gesichtserkennung soll rund drei Milliarden Fotos enthalten. (Symbolbild) Foto: 2019 Getty Images/Dan Kitwood
Zu den Kunden des umstrittenen US-Startups Clearview AI sollen auch mehrere europäische Behörden gehören. Die Datenbank für die Gesichtserkennung soll rund drei Milliarden Fotos enthalten. (Symbolbild) Foto: 2019 Getty Images/Dan Kitwood

Die Anzahl der Kunden und Interessenten des US-Unternehmens Clearview AI ist deutlich größer als bisher angenommen. Einem Bericht von "BuzzFeed" zufolge sollen rund 2.900 Behörden und Unternehmen die höchst umstrittene Gesichtserkennungs-Software getestet oder gekauft haben. In einem früheren Bericht der "New York Times" war zunächst von rund 600 Kunden und Interessenten die Rede. Der Bericht hatte weltweit für Aufsehen gesorgt, unter anderem weil Clearview AI die Fotos durch sogenanntes "Scraping" öffentlich zugänglicher Quellen erhalten hat. Bei praktisch allen großen Plattformen ist diese Methode untersagt.

Die Kundenliste war erst kürzlich durch einen Hackerangriff gestohlen worden. Auf der Liste befinden sich dem "BuzzFeed"-Bericht zufolge eine große Anzahl an Unternehmen, dutzende Universitäten und deren Campus-Sicherheitsdienste sowie mindestens zwei Schulen. Unter den Kunden und Interessenten seien demnach auch Behörden zahlreicher europäischer Länder, unter anderem aus Frankreich, Italien, Spanien und Schweden. Deutschland ist nicht darunter.

Das New Yorker Startup soll insgesamt etwa drei Milliarden Fotos in seiner Datenbank haben - überwiegend gesammelt auf großen Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube. Auf der Webseite von Clearview AI können sich Nutzer übrigens aus der Datenbank entfernen lassen - allerdings nur aufgrund von Urheberrechtsansprüchen der Fotos. Ob man selbst abgebildet ist, spielt hingegen keine Rolle.

teleschau

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