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Spionagewerkzeug

Bericht: App "ToTok" spähte Millionen Smartphone-nutzer aus

Die Chat-App "ToTok" hat einem Bericht zufolge Millionen Nutzer ausspioniert - die Hintermänner sollen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen. Nutzer der App gaben ihre Daten freiwillig preis.

Die Chat-App
Die Chat-App "ToTok" hat einem Bericht zufolge Millionen Nutzer ausspioniert. (Symbolbild) Foto: 2017 Getty Images/Wang He

Die Chat-App "ToTok" soll alle Aktivitäten ihrer Nutzer auf dem Smartphone ausspioniert haben. Dies berichtet die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte, die mit der Untersuchung des Vorfalls vertraut sind. Demnach sollen unbekannte Täter monatelang Millionen Smartphones ausgespäht haben - mit der App "ToTok" als einem "Spionagewerkzeug". Allein unter Android soll die App fünf Millionen Mal heruntergeladen und installiert worden sein.

Dem Bericht zufolge sei die App für die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate entwickelt worden. Die Späh-Attacke sei genutzt worden, um "jede Unterhaltung, Bewegung, Beziehung, jeden Termin sowie jeden Sound und jedes Bild" von jedem Nutzer aufzuzeichnen, der die App installiert hat. Der Datenabfluss sei daher auch freiwillig erfolgt.

In den Bedingungen finde sich demnach ein versteckter Zusatz, in dem "ToTok" erklärt, man könne "persönliche Daten mit Firmen der Gruppe teilen". ToTok habe neben den Ortsdaten etwa Zugriff auf das Mikrofon, die Kameras oder den Kalender gehabt. Nicht umsonst sei der Name der App an das beliebte soziale Netzwerk "TikTok" aus China angelehnt. Mittlerweile ermittele das FBI gegen das mutmaßliche Unternehmen hinter "ToTok" - eine Firma aus Abu Dhabi.

teleschau

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