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„Watch Dogs“ setzt Next-Gen-Maßstäbe


von Kristina Hartung, MZ

Spieleheld Aiden Pearce muss auf seine Reputation achten – denn nichts ruft die Polizei schneller auf den Plan als eine Eilmeldung in den Nachrichtenkanälen.
Spieleheld Aiden Pearce muss auf seine Reputation achten – denn nichts ruft die Polizei schneller auf den Plan als eine Eilmeldung in den Nachrichtenkanälen. Foto: Ubisoft

Abgewetzter Ledermantel, vermummtes Gesicht – und das Smartphone stets im Anschlag: Auf der Gamescom in Köln (21. bis 25. August) konnten Messebesucher erstmals mit Aiden Pearce auf Tuchfühlung gehen. Er ist die Hauptfigur im neuen Spionagethriller „Watch Dogs“. Die Gamer nahmen dafür bis zu fünf Stunden Wartezeit in Kauf. Das Spiel erscheint am 21. November 2013 für Playstation, Xbox, Wii U und PC.

Gezeigt wurde eine Demo des Titels schon 2012 auf der Elektronikmesse E3 in Los Angeles. Das neuartige Gameplay und die Grafik sorgten damals und jetzt für Begeisterung. So präsentiert sich das Chicago der Zukunft als atemberaubender Spielplatz für über-18-jährige Gamer.

Hacken, überwachen, verfolgen

Jetzt ist auch die Hardware soweit: Die neue Konsolengeneration steht in den Startlöchern – und „Watch Dogs“ ist einer der ersten Titel, der die gewaltige Power von Playstation 4, Xbox One und Wii U voll ausschöpfen wird. Ubisoft setzt bei der Umstellung auf die neue Konsolen-Generation auf eine offene Spielewelt. Der Gamer schlüpft in die Rolle des cleveren Hackers Aiden Pearce. Die Welt, in der Aiden seiner Mission nachgeht, ist von totaler Überwachung geprägt. Der Spieler kann dies für sich nutzen: Indem er sich in Überwachungskameras hackt, erfährt er mehr über seine Gegner. Ampeln lassen sich manipulieren, um Autos von Verfolgern ineinander zu lenken. Wichtigstes Hilfsmittel ist dabei das Smartphone. So bekämpft Aiden das totalitäre Regime mit seinen eigenen Waffen.

Hier ist allerdings Vorsicht gefragt: Denn Aiden ist nicht der einzige Hacker in der Stadt. Andere Spieler können den Hauptcharakter im Multiplayer-Modus mit einer Cyberattacke gefährden. Und auch die übrigen Bürger Chicagos reagieren auf den Titelhelden. Verhindert er Straftaten, gibt es Reputationspunkte. Diese entscheiden über Aidens Ruf in den Medien. Denn nichts ruft die Polizei schneller auf den Plan als eine Eilmeldung in den Nachrichtenkanälen.

Zeitlupen-Funktion verschafft Luft

Wenn sich in der offenen Welt von „Watch Dogs“ die Ereignisse überschlagen, kann der Spieler auf die Funktion „Fokus“ zurückgreifen. Sie verlangsamt den Lauf der Zeit und gibt Aiden die Möglichkeit, schnelle Ereignisse besser zu koordinieren.

Was die Entwickler nicht voraussehen konnten: Der Action-Thriller kommt mit brandaktuellem Aufhänger auf den Markt und dürfte deshalb einen Nerv treffen. Durch den Spionageskandal sind die Methoden der staatlichen Überwachung in den Fokus gerückt. Ob Aiden seine Hacker-Qualitäten nutzt, um für Gerechtigkeit zu sorgen, oder ob er sein eigenes Gesetz durchboxt, entscheidet allerdings ganz allein der Spieler vor der Konsole.

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