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Ein Leben langauf dem Rad

Mit 83 Jahren ist Arthur Kink vielleicht der älteste Starter beim 24-Stunden-Rennen – Training braucht er trotzdem nicht.

Arthur Kink und sein Rad sind unzertrennlich. Am kommenden Wochenende startet der 83-Jährige wieder beim 24-Stunden-Rennen. Foto: Walterbach

Kelheim (wl). Am kommenden Wochenende geht das Kelheimer 24-Stunden-Rennen in die 18. Auflage und auch Arthur Kink ist wieder mit dabei.

Schon als Sechsjähriger hat „King Arthur“, wie er liebevoll beim Rennen genannt wird, seine Leidenschaft zum Fahrradfahren entdeckt. „Damals hatte ja kaum jemand ein Auto, da wurde noch alles mit dem Rad gemacht“, so der 83-Jährige. Und auch während seiner Zeit als Kasernenkoch in Regensburg war sein Fahrrad immer sein treuester Begleiter.

Bis zu 70 Kilometer legt Kink auch heute noch auf seinen Touren zurück, kein Wunder also, dass er für das Rennen am Wochenende kein zusätzliches Training benötigt. Für ihn sei es kein Zwang oder eine Herausforderung, jeden Tag auf sein Fahrrad zu steigen, er tue es einfach, ohne darüber nachzudenken. Und das nicht nur in heimischen Gefilden. Europa, Amerika, Afrika, Asien und Skandinavien hat er schon auf diesem Weg bereist – alles mit dem Rad, solange seine Beine ihn voranbringen.

Sein Geheimnis: Nicht denken, sondern machen. Und das sieht man dem Rentner, der im Oktober seinen 84. Geburtstag feiert, auch an. Fit und unglaublich bescheiden spricht er über seine Leidenschaft, die ihn schon durch die ganze Welt geführt hat. Sein Auto hat der Rentner seinem Enkel geschenkt, er selbst hat es kaum genutzt. Denn alltägliche Erledigungen macht er eh mit dem Rad, auch wenn er dafür mal nach Regensburg muss.

Und auch sonst ist der 83-Jährige noch topfit. So managt er neben dem Haushalt auch die tägliche Pflege seiner Frau, die krankheitsbedingt ans Bett gefesselt ist. Sein Leben anders leben käme ihm nie in den Sinn. „Ich mag alles genauso, wie es ist“, sagt Kink. Ein bisschen Sorgen macht er sich aber dennoch. Dass er irgendwann nicht mehr so viel Kraft hat oder er gesundheitlich angeschlagen sein könnte. Auf das Radfahren verzichten, kommt aber erst mal nicht infrage. Warum auch? 15 Runden hat Arthur Kink im vergangenen Jahr beim 24-Stunden-Rennen geschafft. Wie viele es in diesem Jahr werden, weiß der Radfahrer aus Leidenschaft noch nicht. Eines steht jedoch fest: Er will so lange mitfahren, wie es seine Gesundheit zulässt. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen 2015 besteht also durchaus.

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