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Erinnerungen

Das Kind im Manne geweckt

Bald ist KiBü: Kelheims Bürgermeister Hartmann, Keldorado-Chef Hopfinger und Pfarrer Röhrner berichten aus ihrer Kindheit.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Drei junge Burschen haben Spaß beim KiBü im Keldorado – drei junge Burschen, das waren KiBü-Schirmherr und Bürgermeister Horst Hartmann, Pfarrer Reinhard Röhrner und Keldorado-Chef Thomas Hopfinger auch einmal. Sie erzählen von früher. Foto: Archiv/Weigert
Drei junge Burschen haben Spaß beim KiBü im Keldorado – drei junge Burschen, das waren KiBü-Schirmherr und Bürgermeister Horst Hartmann, Pfarrer Reinhard Röhrner und Keldorado-Chef Thomas Hopfinger auch einmal. Sie erzählen von früher. Foto: Archiv/Weigert

Kelheim.Beim Kinderbürgerfest der Mittelbayerischen am Sonntag, 7. Juli, im Keldorado in Kelheim ist Spaß und Freude für alle Besucher geboten. Auch Bürgermeister und Schirmherr Horst Hartmann, Stadtpfarrer Reinhard Röhrner, der den Eröffnungsgottesdienst zelebriert, und Keldorado-Geschäftsführer Thomas Hopfinger feiern mit. Sie verrieten im Vorfeld unserer Reporterin, womit sie gerne in ihrer Kinderzeit spielten.

Bürgermeister. Stadtpfarrer und Keldorado-Chef in ihrer Kindheit

Ihre Kindheit liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Damals gab es beispielsweise noch keine Handys.

Bürgermeister Horst Hartmann (55) wohnte mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester am Herzberg. Als Vorschulkind hatte er eine Auto-Rennbahn bekommen – damit hatte ihm das Christkindl einen Wunsch erfüllt. „Da war die Geschenke-Vielfalt bei weitem nicht so groß, wie man das heute in vielen Familien gewohnt ist“, erinnert sich Horst Hartmann. Sicherlich habe er sich auf Weihnachten gefreut, wie alle Kinder eben.

Und dass Kinder einen Kindergarten besuchten, war damals auch noch nicht Standard. Horst Hartmann war nie Kindergartenkind. Sein Vater sei anscheinend der Meinung gewesen, dass dies nicht erforderlich sei. Auch anderes war damals noch anders. Es gab beispielsweise nur drei Fernsehprogramme. Aber keine Fernbedienung für den Fernseher. Kindersendung habe er ansehen dürfen, erinnert sich Hartmann.

Bürgermeister Horst Hartmann mit seiner Auto-Rennbahn, die er vom Christkind bekam. Foto: Hartmann
Bürgermeister Horst Hartmann mit seiner Auto-Rennbahn, die er vom Christkind bekam. Foto: Hartmann

Statt drinnen vor der Glotze zu sitzen, war damals anderes an der Tagesordnung: „Unsere Freizeitbeschäftigungen waren Spiele im Freien, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. “ In der Nachbarschaft wohnten an die zehn Kinder. „Da war immer was los“ – Fußball oder Fangerl, im Sandkasten spielen, mit dem Radl fahren. Da es nicht so viele Spielsachen gab, „musste improvisiert werden“. Ein Stadtfest gab es in Hartmanns Kindheit in Kelheim auch noch nicht, aber ein Volksfest. Das habe er als Grundschüler selten besucht. „Wenn wir Glück hatten, sind die Eltern mit den Kindern einmal hingegangen“, sagt Horst Hartmann.

Sandburgen gebaut

Einen Bezug zu Wasser, hatte der Chef des Kelheimer Freizeitbades Keldorado, Thomas Hopfinger, schon in Kindheitstagen. Er ist mit zwei Geschwistern in Stausacker, also direkt an der Donau, aufgewachsen. Im Sommer hat Klein-Thomas mit Freunden in der Donau gebadet oder gefischt. Das sei eine seiner Lieblingsbeschäftigungen in der Kindheit gewesen, sagt der heute 53-Jährige. Am Ufer haben sie Sandburgen gebaut. Gerne sei er auch Rad gefahren, das ging „mit dem Dreirad los“ und dem Kinderfahrrad weiter. Als Elf- oder Zwölfjähriger hatte er ein Rennrad gekommen. Das war damals die Zeit von Didi Thurau, dem Radrennfahrer. Thomas Hopfinger interessierte sich aber auch für Musik. Im Alter von neun Jahren „hab‘ ich selbstständig angefangen, Akkordeon zu spielen.“ Etwa ein Jahr später besuchte Thomas Hopfinger die Kelheimer Musikschule. „Am Anfang war es ziemlich schwierig, weil ich Linkshänder bin.“ Aber der junge Musikant wusste sich zu helfen: Er drehte das Akkordeon „einfach um“.

Gerne war Thomas Hopfinger als Kind auf zwei Rädern unterwegs. Foto: Hopfinger
Gerne war Thomas Hopfinger als Kind auf zwei Rädern unterwegs. Foto: Hopfinger

Keine Frage: als Kind freute sich Thomas Hopfinger aufs Kelheimer Volksfest. Klar, dass da auf jeden Fall die Kindernachmittage ein Ziel für einen Familienausflug waren. Und jetzt ist er selbst Gastgeber für einen Kinder- und Familiennachmittag – dem KiBü am 7. Juli im Keldorado.

Vom Opa Schafkopfen gelernt

Kelheims Stadtpfarrer Reinhard Röhrner (47) ist in Vilsbiburg aufgewachsen. Er erinnert sich: „Mein Vater hatte eine Schiffschaukel gebaut“. Diese stand dann im Garten der Familie. Dort gab es auch ein Fußballtor aus Holz. Mit seinen Freunden und seinen beiden Schwestern habe er Fußball, Völkerball und Volleyball gespielt. Einen Rehpinscher und Hasen gab es auch noch. Zusammen mit dem Vater hat Reinhard Röhrner ein Seifenkistl gebaut. Einen Maibaum gab es bei den Röhrners auch einmal – zum Üben fürs „Maibaumkraxeln“.

Da durfte geraten werden, was am 7. Juli im Keldorado geboten ist

Die Vorstellung des Kinderbürgerfestes im Keldorado in Kelheim.

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Schwimmen lernte er im Chiemsee. Und daheim in der Vils ging er dann zum Baden. In der kalten Jahreszeit war das Brettspiel „Fuchs und Henne“ angesagt.

Von seinem Großvater lernte Reinhard Röhrner das Schafkopfen, im Alter von zehn, elf Jahren drosch er dann Wenz, Geier und Herz solo auch in der Kolpingfamilie.

Reinhard Röhrner (mit hellem T-Shirt) hatte Spaß auf der von seinem Vater gebauten Schiffschaukel. Foto: Röhrner
Reinhard Röhrner (mit hellem T-Shirt) hatte Spaß auf der von seinem Vater gebauten Schiffschaukel. Foto: Röhrner

Dabei hat er viel fürs Leben gelernt, wie Reinhard Röhrner, heute Stadtpfarrer in Kelheim, anmerkt, denn: Menschen lernen beim Spielen auch das Verlieren.“

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